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Schkeuditz Oberbürgermeister-Kandidat stellt sich vor
Region Schkeuditz Oberbürgermeister-Kandidat stellt sich vor
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06:00 27.03.2010
BI-Sprecherin Evelyn Hütel zeigt ein Luftbild, in dem die nach ihrer Information geplanten neuen DHL-Anlagen bereits eingearbeitet sind. Quelle: Michael Strohmeyer
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Der heißt Daniel Lange, ist 45 Jahre alt, verheiratet und Vater eines Kindes. Lange bezeichnete sich als unabhängig und parteilos. Unterstützt wird er von der BI, die sich von ihm im Amt „mehr Transparenz den Flughafen und DHL betreffend sowie ganz praktische Schritte zur Verbesserung der von Lärm und Kerosingestank betroffenen Anwohner erhofft“, so Sprecher Peter Haferstroh. Lange ist Bau- und Betriebsleiter einer Leipziger Baufirma und lebt seit 17 Jahren in Papitz. „Wir hatten hier 1993 ein Haus gekauft wegen der guten Verkehrslage und der guten Lebensqualität. Den Flughafen gab es da auch schon, aber der störte wenig“, erklärte der Kandidat, der offiziell noch keiner ist. Denn von den 100 nötigen Unterstützungsunterschriften sind erst 61 zusammengekommen. Prompt folgte der Aufruf einiger Gäste, dass jeder mit Bekannten bis spätestens zum 12. April ins Rathaus zum Einwohnermeldeamt gehen sollte, um dort in den Listen für Daniel Lange als Oberbürgermeisterkandidat zu unterschreiben.„Ich möchte im Wahlkampf zeigen, dass wir unzufrieden sind, es so nicht weiter geht. Daraus muss eine politische Kraft entstehen. Das Thema Lärm darf nicht runtergespielt werden. Es geht um die Lebensqualität der Papitzer und aller Schkeuditzer“, sagte Lange. Als Oberbürgermeister wolle er transparent und bürgernah arbeiten sowie sich für aktive Lärmschutzmaßnahmen einsetzen. Wie er das erreichen will, fragte eine Zuhörerin, der Flughafen sei nun mal da. „Der lässt sich auch nicht wegreden. Aber man muss mit den Verantwortlichen auf Augenhöhe sprechen, auch den Freistaat als Hauptgesellschafter einbeziehen. Alte, besonders laute Flugzeuge müssen hier verboten werden“, nannte Lange Beispiele. Doch nicht nur der Flughafen sei sein Thema. Schkeuditz müsse künftig stärker auch als Stadt mit geschützter Auenlandschaft und reichhaltiger Kulturszene wahrgenommen werden. Zudem wolle er sich um Jugend, Arbeit und Soziales kümmern, um so Einwohner zu halten und das Ausbluten der Ortsteile zu verhindern.Der zweite Tagesordnungspunkt befasste sich mit Informationen über den Flughafen. Hier berichtete BI-Sprecherin Evelyn Hütel unter anderem von Plänen, nach denen neben dem DHL-Gelände ein weiterer Bereich für 48 Flugzeuge gebaut werden soll, was aber noch nicht planfestgestellt sei. Auf LVZ-Anfrage bestätigten das gestern weder Flughafen noch DHL. Baumaßnahmen sowohl im Norden als auch an anderen Stellen des Flughafens erfolgten nur als Bestandteil der bereits genehmigten Verfahren, so Airport-Sprecher Uwe Schuhart. Im Süden seien keine Veränderungen in Größenordnungen vorgesehen. Und Anke Baumann, Pressesprecherin der Deutschen Post DHL sagte: „Eine solche Erweiterung der Infrastruktur müsste beantragt werden. Es gibt aber aktuell keine Anträge, die wir eingereicht hätten. Was perspektivisch irgendwann sein könnte, ist reine Spekulation.“

Olaf Barth

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