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Schkeuditz Orangefarbene Markierung ist Angebot an Fußgänger
Region Schkeuditz Orangefarbene Markierung ist Angebot an Fußgänger
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10:43 19.08.2016
Ein Novum offenbar sachsenweit ist diese Orientierungshilfe. Quelle: Foto: Roland Heinrich
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Schkeuditz

Schkeuditz geht bei der Gestaltung des öffentlichen Verkehrsraums neue, unbekannte Wege und bietet den Fußgängern am Rathausplatz sogenannte Orientierungshilfen an. Es sei ein Angebot, welches zeigen soll, wo die Straße am günstigsten zu überqueren ist, heißt es aus der Stadtverwaltung auf Nachfrage der LVZ. Schkeuditz betritt mit diesem Angebot vermutlich Neuland in Sachsen. Andere Kommunen nämlich, die derartige Orientierungshilfen anbieten, sind weder bei der Stadt, noch dem für die Gestaltung beauftragten Büro Seelemann Landschaftsarchitekten bekannt. „Die Gestaltung ist mit dem Ordnungsamt abgesprochen“, hieß es alle weiteren Fragen abwehrend aus dem Büro.

Zwei dieser sogenannten Orientierungshilfen gibt es jetzt. Durchaus auffällig sind sie als durchgängig orangefarbene Streifen quer über die Fahrbahn auszumachen. Einer der Streifen befindet sich in Breite eines Fußgängerüberwegs am westlichen Ende des Wohn- und Pflegeheim-Neubaus der Volkssolidarität. Ein zweiter, schmalerer Streifen in gleicher Farbe ist zwischen dem Bürgeramt und der Verkehrsinsel mit der Bushaltestelle auszumachen.

Optisch erinnert Markierung an die der temporären Verkehrsführung

Dass es sich bei diesen Markierungen um Orientierungshilfen handelt, ist jedoch nirgendwo ersichtlich. Erst auf Nachfrage der LVZ informierte die Verwaltung über den Sinn jener Markierungen, die keine verkehrsrechtlichen Anlagen darstellen. Auch wenn sie farblich durchaus an die Markierung temporärer Verkehrsführungen erinnern, wie sie etwa bei Baustellen üblich sind, kommen die Kennzeichnungen mit keinerlei Rechten oder Pflichten für die Verkehrsteilnehmer daher. Deshalb gebe es bei der Gestaltung auch freie Hand. Überspitzt: Auch rosafarbene Pfeile hätten als Markierung aufgebracht werden können.

Abgesenkte Borde an den Enden

Die Kennzeichnungen seien nicht wegen einer gestiegenen Verkehrsgefährdung notwendig geworden. „Es sind Hilfen, um die Fußgänger auf kurzem Weg die Verkehrsflächen queren zu lassen. Sie enden jeweils an einem abgesenkten Bord“, erklärte Fischer. Seit Inbetriebnahme würden sie gut angenommen. Momentan gibt es in Höhe des Pflegeheims aber auch keine andere Stelle, an der sinnvoll eine Straßenüberquerung stattfinden kann. Entlang des Fußweges nämlich versperrt ein Bauzaun wegen derzeitiger Pflasterarbeiten den Weg.

Eine zusätzliche Markierung der Querungshilfe, etwa mit einem Fußgängersymbol, soll es nicht geben. Auch eine zweite Farbe aufzutragen, die der jetzigen Markierung den Charakter einer Baustellen-Kennzeichnung nehmen würde, ist nicht im Plan, heißt es.

Von Roland Heinrich

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