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Schkeuditz Parthenaue bleibt von B 87 n verschont
Region Schkeuditz Parthenaue bleibt von B 87 n verschont
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00:33 29.06.2015
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Taucha

" Während die B 87 zwischen Eilenburg und der Landesgrenze weiter ausgebaut werde, werden im Bereich Taucha Verkehrszählungen abgewartet und neue Untersuchungen angestellt.

"Die Entscheidung kommt nicht ganz unerwartet. Wir haben eigentlich damit gerechnet", sagte Joachim Schruth vom Naturschutzbund Sachsen. Seit sieben Jahren hat er das Verfahren zur B 87 n begleitet. "Das Engagement hat sich gelohnt", ist er über die jetzige Einstellung des ROV erfreut. Angedeutet habe die sich bereits, da die B 87 n als vorrangige Maßnahme nicht mehr im Bundesverkehrswegeplan aufgetaucht war.

"Die Entscheidung werten wir als Anerkennung der Realitäten und Aufnahme der vielfach qualifiziert vorgebrachten Bedenken von Bürgerinitiativen, Verbänden und einzelnen Bürgern", sagte Dirk Werner, Vorsitzender der BI Alternative B 87. Gemeinsam mit Henning Schmidt von der BI Pro Parthenaue sieht Werner die Einstellung des ROV zugleich als Chance, eine Lösung orientiert am tatsächlichen Bedarf zu finden. "Wir fordern daher die Landesregierung Sachsen auf, endlich die in der Tauchaer Erklärung von 2013 abgestimmten Konsensvorschläge aus der Region bei der weiteren Planung zu berücksichtigen", sagten die beiden BI-Vorsitzenden.

Jene Tauchaer Erklärung, die auf Initiative der BI Alternative B 87 entstand, fordert, dass die Parthenaue nicht gequert, die Endmoränenlandschaft Taucha-Eilenburg nicht zerschnitten, der öffentliche Nahverkehr zwischen Leipzig und Torgau gestärkt und der Bau der B 87 n unter Nutzung und Ausbau der vorhandenen Infrastruktur von B 2 und S 4 erfolgt. Fraktionsübergreifend ist sie von den Stadträten, von Initiativen und von Bürger unterschrieben worden.

"Das ist natürlich eine erfreuliche Nachricht", sagte Tauchas Bürgermeister Holger Schirmbeck (SPD). Er habe - auch als Vorsitzender des Zweckverbandes Parthenaue - die Querung jener Naturlandschaft immer für falsch gehalten. Es gebe klare Fakten, die gegen diese Trasse sprächen. Trotzdem brauche Taucha eine Entlastung. "Für die Stadt ist die Verkehrssituation jetzt nicht besser", sagte Schirmbeck. Für den Verkehr werde Taucha auch künftig nur ein kurzer Stauabschnitt auf der Fahrstrecke sein, für die Taucher aber bedeutet das enorme Belastungen. "Momentan haben wir mit der Sperrung der B 87 eine Art Nagelprobe", sagte Schirmbeck. Jetzt könne man sich die Situation beim Schwerlastverkehr anschauen, der nun auf anderen Wegen unterwegs sei.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.06.2015
Roland Heinrich

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