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Schkeuditz Partnerschaft erhält dritte Säule
Region Schkeuditz Partnerschaft erhält dritte Säule
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06:00 14.09.2010
Der Gemischte Chor Glesien und das Oslavaner Frauen-Sextett (rechts) singen gemeinsam beim Partnerstädte-Treffen in Tschechien. Quelle: Karsten Jentzsch
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Schkeuditz

In Bühl sorgte am Wochenende im Badischen der Schkeuditzer Bürgermeister Manfred Heumos (CDU) als Ein-Mann-Delegation für die Kontaktpflege zur Partnerstadt. Dafür hatte er eigens seinen geografisch günstig gewählten Schwarzwaldurlaub unterbrochen. Zeitgleich war ein größere Schkeuditzer Delegation mit 26 Partnerschaftsboten aus Politik, Sport, Kultur und Feuerwehr mit Oberbürgermeister Jörg Enke (FW) an der Spitze im tschechischen Oslavany unterwegs. Dort wurde der Besuch mit einer herzlichen Umarmung von Enke und Miloš Musil, dem, so Stadtsprecher Helge Fischer, „langjährigen Motor der Partnerschaft“, begonnen. Musil war Vize-Bürgermeister der Kleinstadt im Brünner Land und Präsident des Oslavaner Sportvereins, der eine seit 30 Jahren währende Freundschaft zur Schkeuditzer TSG pflegt. Hierin liegen die Wurzeln der Städtepartnerschaft, die 2006 im Schloss von Oslavany durch die Unterschriften der beiden Stadtchefs besiegelt wurde.

„Partnerschaften müssen leben, die Menschen der Städte müssen zueinander finden“, formulierte der Schkeuditzer Oberbürgermeister in seinem Grußwort anlässlich der Eröffnung des historischen Oslavaner Stadtfestes. Die Worte Enkes waren nicht nur symbolisch gemeint: Die Elsterstadt habe großes Interesse an einer tiefergehenden Verbindung zu seinen Partnerstädten und sei auch für neue Freundschaften, beispielsweise zur kroatischen Insel Vir, einem weiteren Partner Oslavanys, offen. Diese Ankündigung traf auch den Nerv der Oslavaner – freilich erst nach Übersetzung der Rede. Mit sichtlicher Freude ließen die Amtskollegen Vít Aldorf, Kristijan Kapovi´c und Jörg Enke gemeinsam Taten folgen. Erst wurden an den Ortseingängen die Partnerschaftsschilder, die sich die Oslavaner in Schkeuditz und die Schkeuditzer in Bühl abgeschaut haben enthüllt. Im Anschluss pflanzten die drei Politiker zwei Partnerschaftsbäume vor dem Haupteingang der Schule. Über diese Eichen vor der Schule freute sich besonders die Schkeuditzer Delegation, die das als Ausdruck tiefer Verbundenheit wertete. Schkeuditz hatte einst das Chemiekabinett der Glesiener Mittelschule nach Oslavany verschenkt. Neu-Stadtrat Chris Bageritz (21) staunte nun nicht schlecht, als er im fernen Südmähren den Sitzplatz aus seiner Schulzeit wiederfand.

Durch den „Besuch bei Freunden“, wie die Oslavany-Kenner Volker Paul und Ralf Böhm von der TSG Schkeuditz befanden, hat das deutsch-tschechische Partnerschaftshaus an Stabilität gewonnen: Neben dem Sport und der Feuerwehr hat nun auch die Kultur, genauer gesagt der Chorgesang, einen festen Platz im gegenseitigen Austausch zwischen den Partnerstädten. Als eine Oslavaner Delegation vor vier Jahren bei der Besichtigung des Chemieraumes mehr oder weniger zufällig den Glesiener Chorfrühling besuchte, wurde der Chor des Ortes kurzerhand zu einem Gastauftritt eingeladen. Das passte nun gut in das diesjährige Delegations- und Festprogramm. Thomas Allerdt und Thomas Holfeld, die den Chor kaufmännisch beziehungsweise künstlerisch leiten, waren vom ersten Partnerschaftsausflug begeistert. „Es war erstaunlich, wie gut wir mit dem Oslavaner Frauen-Sextett harmoniert haben“, zeigte sich Allerdt von gemeinsamen Spontanauftritten beeindruckt.

Dass es an Ideen für eine zukünftige Zusammenarbeit nicht mangelt, bewies Dirigent Holfeld: „Der Frauenchor ist zum nächsten Chorfrühling eingeladen“, erzählte er. Auch gemeinsam mit den Sportlern und einer Tanzgruppe, die das Abendprogramm am Freitag gestaltet hatte, wolle man kooperieren und neue Wege gehen. Ebenso sollen auch die Feuerwehren zusammenrücken. Enke will nun die Wehren des Partnerschaftsnetzwerkes zu einer Konferenz nach Schkeuditz einladen.

Karsten Jentzsch

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