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Schkeuditz Partnerstadt errichtet Bürgerkraftwerk in Schkeuditz
Region Schkeuditz Partnerstadt errichtet Bürgerkraftwerk in Schkeuditz
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17:01 19.05.2015
Ingolf Gutsche Quelle: SWS

Als erstes Gebäude ist zunächst der Turnhallenneubau am Gymnasium im Gespräch. Dass dessen Dach für das Bühler Vorhaben zur Verfügung gestellt wird, das haben unlängst die Stadträte mit drei Gegenstimmen und einer Enthaltung beschlossen. Aber auch weitere Dächer wie unter anderem das der Ortsteilverwaltung Glesien oder das des Hortes "Haus der Elemente" wurden bereits auf Solaranlagen-Tauglichkeit geprüft.

"Warum sollen wir das Rad zweimal erfinden", fragte Ingolf Gutsche, Geschäftsführer der Stadtwerke Schkeuditz (SWS). Damit spielte er auf eigene Pläne zu einem sogenannten Bürgerkraftwerk an, die im letzten Jahr wegen der erheblich niedrigeren Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG)-Vergütung zunächst auf Eis gelegt wurden. Jetzt biete sich mit dem Engagement der Bühler die Möglichkeit, ohne größeren finanziellen Aufwand ähnliches dem Schkeuditzer anzubieten. Zur Diskussion stehende Dächer wurden bereits hinsichtlich der baulichen Voraussetzungen in Sachen Statik von einer Abordnung aus der Partnerstadt begutachtet.

Eile bei der Errichtung der Photovoltaik (PV)-Anlagen ist auch geboten. "Die bauliche Umsetzung soll bis zum 31. Juli erfolgen", sagte Gutsche. Hintergrund: Ab August wird die EEG-Vergütung erneut gesenkt werden. Viel Zeit bleibt bis dahin also nicht mehr und ungeeignete Dächer können auch nicht mehr statisch aufgewertet werden. "So hat sich das Dach der Festhalle in Freiroda als ungeeignet herausgestellt", sagte der SWS-Geschäftsführer.

Auch die Stadtwerke selbst wollen die eigene Dachfläche zur Verfügung stellen. "Zudem wollen wird auch Mitglied der Bühler BEG werden", sagte der 39-jährige SWS-Chef. Hauptsächlich aber, und das soll der Vorstand der Bühler Genossenschaft Mitte Juni beschließen, sollen auch die Schkeuditzer Bürger die Möglichkeit haben, Mitglied der BBEG werden zu können.

Dass diese Möglichkeit momentan noch nicht schriftlich in der Satzung verankert ist, war der Grund, weshalb es beim Stadtratsbeschluss zur PV-Anlage auf dem Turnhallenneubau Gegenstimmen gab. "Warum machen wir hier den zweiten Schritt vor dem ersten? Die Genossenschaft sollte sich erst den Schkeuditzern öffnen und dann Dachflächen nutzen dürfen", begründete Jens Kabisch (SPD) seine Ablehnung. In einer Vorabstimmung der Bühler ist die Beteiligung der Schkeuditzer bereits auf den Weg gebracht. Eine Satzungsänderung der Genossenschaft ist am 19. Juni geplant, heißt es in der Beschlussbegründung.

"Wir arbeiten seit Jahren eng mit der Stadt Bühl und den dortigen Stadtwerken zusammen. Und mit Hans Striebel ist der sehr beliebte ehemalige Bürgermeister von Bühl im Vorstand der Genossenschaft", sagte Gutsche. Wenn es für die Schkeuditzer so weit ist, in die BBEG eintreten zu können, werden die SWS Vermittler-Funktionen erfüllen. Anträge zur Mitgliedschaft seien dann im SWS-Sitz in der Edisonstraße erhältlich, teilte Gutsche mit. @www.buehler-energie.de

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.05.2013

Roland Heinrich

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