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Schkeuditz Pilgerkirche zwischen Jazz und Seefahrerliedern
Region Schkeuditz Pilgerkirche zwischen Jazz und Seefahrerliedern
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10:00 24.08.2011
Jazz vor der Kleinliebenauer Kirche. Aus dem Sextett in der Kirche wurde draußen ein Septett, frei nach Pfarrer Meißners Worten: "Das Wunder geht weiter.“ Quelle: Peggy Hamfler
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Kleinliebenau

Das Konzert der Jazzin’Tellin’Gents war Bestandteil des Kirchweihfestes und hatte wieder viele Besucher zum Gotteshaus gelockt. Regen trieb die Zuhörer zunächst in die Kirche. Pfarrer Axel Meißner nahm es mit Humor: „Ich bestelle immer zehn Minuten vor dem Gottesdienst beim lieben Gott Regen, damit wir alle rechtzeitig drin sind.“ Die Besucher beobachten neugierig die Spielproben der Musiker. Pfarrer Axel Meißner beginnt dann den Gottesdienst mit einer erfreulichen Botschaft: „Diese Kirche ist für mich ein Wunder. Und das Wunder geht weiter.“ An der Empore sei der Statiker ziemlich blass geworden, die Kirche habe viele Jahre an Restauration und ehrenamtlicher Aufbauarbeit nötig. Ein Baugerüst neben dem Altar erinnert an die anstehenden Aufgaben. Vor dem Gerüst ließen die sechs Leipziger Musiker fröhliche Bluestöne erklingen. Das Publikum klatschte eifrig mit. Zuhörer Wolfram Peikert schunkelte im Takt: „Ich bin hauptsächlich wegen der Musik hier. Ich liebe Country und Swing.“ Die Jazzmusiker wurden nach jedem Lied mit stürmischem Applaus überschüttet.

Pfarrer Meißner teilte den kirchlichen Segen aus und eröffnete vergnügt das Buffet: „Vom offiziellen geistlichen Teil gehen wir nun über in den inoffiziellen gemütlichen.“ Musiker und Besucher zogen vor die Kirche. In der Sonne reflektierten die goldenen Trompeten die orangerote Abendsonne, Bluesmelodien erfüllten den Kirchenvorplatz. Die Besucher genossen den selbstgebackenen Kuchen, warmer Kaffee dampfte auf dem Tisch. Das Sextett mit Gitarre, Trompete, Posaune, Klarinette, Tuba und Banjo wechselte sich ab. Vor drei Jahren trafen sich die Jazzin’Tellin’Gents das erste Mal. Seitdem gastieren sie zu Beerdigungen und Hochzeiten, verzaubern die Zuhörer mit Dixieland und anderen Klängen. Der Name der Musikgruppe stehe für „jazzige Gentlemen“, berichtete Jens Probst, Klarinettist der Band. Er erzählte, es sei das erste kirchliche Konzert der Band. Er sei zwar nicht gläubig, jedoch sehr zufrieden mit dem Auftritt in der Kirche und: „Ich fand die Predigt ganz gut.“

Am Sonntag gastieren Hansa Molle (Gesang) und Valeri Funkner (Akkordeon) in der Pilgerkirche. Das Seefahrerlieder-Programm beginnt um 16 Uhr. Molle dürfte vielen als Musiker der Losen Skiffle Gemeinschaft bekannt sein.

Peggy Hamfler

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