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Schkeuditz Pilgerstab erreicht Kleinliebenau
Region Schkeuditz Pilgerstab erreicht Kleinliebenau
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15:42 17.07.2015
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. Das wird nun erneut an diesem Sonntag sichtbar, wenn die internationale Pilgerstabstaffel in der Kleinliebenauer Rittergutskirche Station macht. Außerdem steht auch wieder Kultur auf dem Programm.

Durch ganz Europa ziehen derzeit Menschen, die Pilgerstäbe bei sich haben und an bestimmten Übergabeorten an die nächsten Wanderer weitergeben. Anlässlich des Jahrestages des Heiligen Jakobus waren die ersten Staffel-Teilnehmer in Norwegen, Polen, Slowenien und Italien aufgebrochen. Organisiert vom Verein Ökumenischer Pilgerweg sollen die Stäbe auf den verschiedenen Jakobswegen bis zum Pilgerziel nach Santiago de Compostela gebracht werden. Eine der mit der bekannten Jokobsmuschel gekennzeichneten Routen führt eben auch durch Kleinliebenau. Der zu dieser Route gehörige Pilgerstab war am 5. Mai auf der Altstadtbrücke in Görlitz von polnischen an deutsche Pilger übergeben worden. Am Sonntag nun soll dieser Stab in Kleinliebenau eintreffen.

„Wir lassen uns überraschen, haben nicht extra etwas vorbereitet, da man bei so einem längeren Fußmarsch auch nie genau weiß, wer wann wo genau eintrifft. Aber unser Pilgerquartier an der Kirche steht natürlich zur freundlichen Aufnahme der Pilger bereit", sagte gestern Henrik Mroska. Über die durch diese Aktion auch internationale Aufmerksamkeit für Kleinliebenau freut sich der Vorsitzende des Kultur- und Pilgervereins. Denn aus diesen Besuchen im Ort ist auch manche Spende oder andere Unterstützung für die Kirchensanierung hervorgegangen. In den vergangenen 14 Tagen haben in Kleinliebenau fast 20 Pilger aus ganz Deutschland und der Schweiz Quartier bezogen.

Im derzeitigen Bauabschnitt der Kirche findet die Innensanierung statt, weshalb manches Konzert nur unter scheinbar abenteuerlichen Umständen möglich ist. Doch die Besucher nehmen auch mal Unannehmlichkeiten in Kauf, bringen Sitzgelegenheiten selbst mit, wenn es der Sache nützt. So auch beim jüngsten Benefizkonzert des gemischten Chores aus Grünau. Der bot unter Leitung von Erik Schober von der Empore aus stimmgewaltig viele Frühlingslieder, die von der Akustik in dem kleinen Gotteshaus besonders getragen wurden. Das Konzert brachte einen Erlös in Höhe von 220,50 Euro. Für den 48 000 Euro teuren jetzigen Bauabschnitt fehlen immer noch rund 16 000 Euro.

Nicht jeder Auftritt in der Kirche ist ein Benefiz-Konzert, deshalb aber nicht weniger hörenswert. So wird am Sonntag das Klangprojekt Leipzig mit seiner Klangexkursion erwartet. Die Veranstaltung beginnt um 16 Uhr. Mit verschiedenen Instrumenten wollen die Musiker Thomas Kemkpe, Andreas Schemmel und Thomas Feist „sensibel tonale Räume, harmonische Schichten und rhythmische Konstruktionen in freier Improvisation erkunden", wie es in der Ankündigung heißt. Vielleicht treffen pünktlich zum Konzert ja auch die Pilger mit dem Pilgerstab ein.

Für das nächste Benefizkonzert beginnt am Montag in Leipzig bei Musik-Oelsner der Kartenvorverkauf. Denn am Sonntag, den 20. Juni ist ab 16 Uhr das A-cappella-Ensemble Amarcord zu Gast. Wie immer ein Stündchen vor Veranstaltungsbeginn gibt es Kaffee, Plätzchen, Pilgerwein und mehr.

Bei all den Mühen um die weitere Sanierung der Kirche hat es Mroska nun mit einer anderen „Baustelle" zu tun, auf die er gern verzichten würde. Am Männertag war am Pilgerquartier der Briefkasten aufgesprengt und die erste Stele des Pilgerweges nach Merseburg von Vandalen beschädigt worden. „Wir werden Anzeige erstatten. Es ist wirklich traurig, sich nun auch noch mit so etwas befassen zu müssen", meinte Mroska.

Spenden für die Kirchensanierung können auch auf ein Konto der Leipziger Sparkasse überwiesen werden, Nummer: 1100368481

 

Olaf Barth

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