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Schkeuditz Premiere für Peter-Escher-Lauf in Schkeuditz
Region Schkeuditz Premiere für Peter-Escher-Lauf in Schkeuditz
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10:00 07.07.2011
Nach dem Startschuss von Schulleiter Jürgen Melzer (rechts) beginnen Grundschüler aus Stahmeln und Schkeuditz ihren Rundenlauf für den guten Zweck. Sportlehrer und Mit-Organisator Michael Gatzke (links) löst die Stoppuhr aus. Quelle: Olaf Barth
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Schkeuditz

„Wir wollen uns die Transportkosten mit den Bussen einfach sparen und das Geld lieber der Stiftung zukommen lassen. Wir haben hier ja auch ein Stadion“, erklärte gestern Schulleiter Jürgen Melzer, der zugleich den Startschuss für das Rundenlaufen gab.

Als erstes stürmten alle Kinder aus der Grundschule Stahmeln sowie die Viertklässler aus der Schkeuditzer Leibniz-Grundschule die Bahn. Für jede gelaufene Runde gab es ein vorher mit Sponsoren vereinbarte Euro-Summe. Das Geld fließt komplett in die Peter-Escher-Stiftung zugunsten krebskranker Kinder. Der bekannte TV-Moderator startete den Lauf in Markranstädt und lief selbst viele Runden mit. „Zur Siegerehrung dann kommt er nach Schkeuditz und ich bin in Markranstädt“, kündigte Melzer den fliegenden Wechsel an.

Derweil drehten die Kinder Runde um Runde, jeder hatte einen größeren Schüler als Paten, der zählte und Strichliste führte. Denn die Älteren waren erst später dran. Die Moderator Andreas Guhde von der Spezi-Disco und Mitorganisator Michael Gatzke feuerten per Mikrofon die Kinder an, wobei Gatzke als Sportlehrer auch warnte: „Wer nicht mehr kann pausiert oder hört auf. Und nutzt auch unsere Getränkeversorgung, es ist sehr warm heute.“ Patrick Bensel und Mitschülerinnen reichten den Kleinen fleißig Tee-Becher. Das Endergebnis der gelaufenen Runden und die dabei zustande gekommenen Summe waren bis Redaktionsschluss nicht mehr zu erfahren, werden aber nachgereicht.

Für die Grundschule aus Stahmeln war die Teilnahme an diesem Lauf etwas ganz Besonderes. „Wir haben die Einladung des Schkeuditzer Gymnasiums gern angenommen, es war uns ein regelrechtes Bedürfnis. Wir haben in der 4. Klasse ein Mädchen, das ihren dreijährigen Bruder verloren hat. Der Junge starb an Leukämie, wäre dieses Jahr eingeschult worden“, erzählte Schulleiterin Sonja Hottas-Bergmann und kämpfte mit den Tränen. Sie hoffe auf möglichst viel Geld, das dann der Forschung zur Verfügung gestellt werden kann. In der Elternratssitzung habe es sofort Zustimmung für die Teilnahme am Lauf gegeben. Allein die Eltern der 4 a hätten 200 Euro bereitgestellt, die die Kinder nun Runde für Runde erlaufen sollen. Viele Unternehmen unterstützen die Aktion.

„Bei den bisherigen Läufen wurden bereits 90 000 Euro eingesammelt, für Kinder, die nicht wissen, was auf sie zukommt“, stimmte Gatzke im Vorfeld auf den ernsten Hintergrund des Sportereignisses ein. Und entsprechend groß war der Ehrgeiz bei den Läufern. Der Gedanke, helfen zu können, machte sichtlich auch jenen Beine, die sonst wohl eher nicht die größten Sportskanonen sind. „Ich habe großen Respekt vor jeder einzelnen Leistung von euch“, rief Gatzke ins Mikrofon und lobte die vielen Rundenläufer.

Olaf Barth

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