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Premiere für Stadtwerke-Team beim Sax Racing in Dölzig

Premiere für Stadtwerke-Team beim Sax Racing in Dölzig

Vor dem Start ist Lucas Schmidt nur ein bisschen aufgeregt. Der 15-Jährige aus Kabelsketal in Sachsen-Anhalt hat sich gut auf das 24-stündige Rennen in der Kart-Halle von Sax Racing in Dölzig vorbereitet.

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Die Rennatmosphäre wie hier am Rande der Strecke sowie in der Boxengasse begeistert beim Sax Racing die teilnehmenden Teams aus nah und fern.

Quelle: Michael Strohmeyer

Dölzig. 20 Teams aus ganz Europa mit insgesamt 136 Fahrern traten am Wochenende gegeneinander an. "Rennsport hat mich schon immer fasziniert", sagt der Jugendliche. "Da will man natürlich auch irgendwann selbst ein Lenkrad in die Hand nehmen." Vor eineinhalb Jahr fuhr er zunächst ein bisschen Kart zum Spaß. Seine Zeiten waren gut. Dann war er bei einem Rennen in Grimma dabei und hat Blut geleckt.

"Plötzlich war der Traum geboren, bei den 24 Stunden von Leipzig mitzufahren, eines der wichtigsten Indoor-Rennen in Deutschland", sagt Vater Thomas Schmidt, der seinen Sohn bei dessen aufwendigen Hobby tatkräftig unterstützt. Mithilfe von Sponsoren wurde das Team LS Racing Stadtwerke Schkeuditz gegründet. LS steht für Lucas Schmidt, der zusammen mit sieben Freunden antritt, Teammanager ist sein Vater. Verschiedene Unternehmen aus der Elsterstadt helfen als Sponsoren, die Namensgeber sind als Hauptsponsor mit dabei. "Es wird 24 Stunden am Stück gefahren, jeder Fahrer fährt dreimal eine Stunde", erklärt Schmidt Senior. Nachts fahren die Älteren, denn die Jungen dürfen nach zehn Uhr nicht mehr.

Das Team würde gern unter die ersten zehn der 20 Teilnehmer kommen. "Das ist aber ziemlich ehrgeizig, da wir in der Qualifikation Platz 16 belegten", sagt Vater Schmidt. Den Start übernimmt Teamkollege Maximilian Paul, er hat schon reichlich Erfahrung. Lukas übernimmt beim Stopp in der Boxengasse als Zweiter das Steuer. "Der Wechsel und das schnelle Einsteigen müssen geübt werden", sagt er. Das Rennen beginnt durchwachsen für das Team LS Stadtwerke Schkeuditz. Man pendelt sich zwischen Platz 13 und 17 ein.

Die 700 Meter lange Bahn in der Kart-Halle hat es in sich. Nicht umsonst wird sie auch die Blaue Hölle genannt, nach dem blauen Licht in der Unterführung. "Die Strecke ist ziemlich anspruchsvoll. Es gibt langsame und schnelle Kurven, Steigungen und Täler", befindet Lucas. Doch da er im hauseigenen Klub von Sax Racing mittrainiert, kennt er zumindest die Strecke gut. "Die meisten Kart-Fahrer fangen ja schon als Kinder an", sagt Sax Racing Betreiber David Hoffmann. "Aber Lucas ist auch als Jugendlicher sehr schnell immer besser geworden. Ein großes Talent." In diesem Jahr ist es bereits die zehnte Auflage der 24 Stunden von Leipzig. "Am Anfang hätten wir uns nie träumen lassen, dass die Sache einmal so groß wird", so Hofmann. Mittlerweile kommen Teams aus Italien, den Niederlanden, Belgien, Polen und der Slowakei nach Dölzig. Auch bekanntere Piloten wie ADAC-GT-Master-Fahrer Christopher Brück oder der ehemalige Formel-3-Fahrer Jörg Müller sind in diesem Jahr dabei.

Aus Bayern und Baden-Württemberg stammt das Cartteam Five Stardesign. "Die 24 Stunden von Leipzig sind schon etwas ganz Besonderes, weil hier mit der Boxengasse richtige Rennstimmung aufkommt", sagt Tim Lange, der aus der Rennstadt Hockenheim angereist ist. Mit dem Verlauf des Rennens ist der 29-Jährige allerdings nicht zufrieden, sein Team belegt den letzten Platz. "Wir kennen die Wagen hier in der Kart-Halle nicht und haben uns da leider mit dem Reifendruck völlig verschätzt." Beim nächsten Boxenstopp wollen die Süddeutschen allerdings nachjustieren.

Bis Sonntagmorgen 9 Uhr hat Lucas seine drei Einsätze hinter sich gebracht. Für das Team LS Stadtwerke Schkeuditz reicht es mit 1589 Runden noch für Platz 15. "Wir hatten uns eigentlich mehr erhofft", sagt er. Allerdings musste das Team einen zusätzlichen Boxenstopp einlegen, weil ein Fahrer 200 Gramm zu leicht war. "Wir müssen noch untersuchen, wie es dazu kommen konnte. Das hat uns sicherlich zwei Plätze gekostet." Insgesamt hatten die Fahrer um Lucas an diesem Wochenende aber viel Spass. "Wir wollen auf jedem Fall im nächsten Jahr wiederkommen", sagt er.

Die drei besten Teams - Platz 1: Weitracon I (1616 Runden), Platz 2: Lap's KC Mazda (1613), Platz 3: MDS Racing Team I (1613 + 19.336 Sekunden)

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.01.2015
Jan Iven

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