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Schkeuditz Pro Balkon fast 9000 Euro
Region Schkeuditz Pro Balkon fast 9000 Euro
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15:35 19.05.2015
Montage: Mit Schwerlastkran werden die einzelnen Balkon-Segmente an die Fassade gehoben. In zwei Wochen sollen die Arbeiten auch am zweiten Wohnblock in der Theodor-Heuss-Straße beendet sein. Quelle: Michael Strohmeyer

Der Geschäftsführer sieht in der Investition eine Notwendigkeit und reagiere auf den heute vorherrschenden Wohnungsmarkt.

"Eine Wohnung ohne Balkon bekommt man heute nur noch schwer vermietet", meinte Gerald Fritzsche, Geschäftsführer der SWV. Deshalb, und weil die Gesellschaft Mieter durch gehobenerer Ausstattung längerfristig an ihre eigenen vier Wände binden möchte, habe man sich für die Modernisierung entschlossen. Alles passierte in bewohntem Zustand. In zwei Wochen soll nach einem ersten dann auch der zweite Wohnblock mit einem Balkon ausgestattet sein.

An der Südseite waren die in den 1950er Jahren erbauten Wohnungen mit zwei Fenstern ausgestattet. "Eines ist nun zu einer Balkontür umgebaut worden", beschrieb die Projektleiterin der SWV, Angelika Liebig. Die beiden Heizkörper innen unter den Fenstern mussten abgebaut und ein neuer größerer angebaut werden. Es wurde gebohrt, gestemmt und verputzt. "Binnen dreier Tage waren die Arbeiten in der jeweiligen Wohnung beendet", sagte Fritzsche zur Ausnahmesituation für die Mieter. Die hätten sich durchweg positiv zur Arbeit der Firmen geäußert, Beschwerden habe es keine gegeben. "Mit den Firmen haben wir bereits gute Erfahrungen gemacht und uns deshalb für sie entschieden", sagte Liebig. Sowohl die Planungsbüros als auch die einzelnen Gewerke kämen aus Leipzig oder dem Umland. "Lediglich die Balkone werden von einer Firma aus Hoyerswerda angebracht. Aber das ist ja auch in Sachsen", wies Liebig hin.

Mit 1,8 mal 3,6 Metern seien die insgesamt 36 Balkone relativ groß, sind mit Glaswänden verkleidet und haben, wenn sie unmittelbar benachbart sind massive Trennwände. Am ersten Wohnblock Nummer 40/42 sind sie fertig, in zwei Wochen will die SWV auch am Block Nummer 34-38 fertig sein. Im Mai hatten die Arbeiten begonnen.

Auch auf Anregung der Mieter sei der Anbau erfolgt. "Und die Süd-Seite bietet sich dafür ja auch an", sagte Fritzsche. "Vorab haben wir mit jedem Mieter gesprochen und erklärt, was während der Bauphase auf sie zukommt und wie hoch die Mieterhöhung sein wird", erwähnte er. Nun hofft der Geschäftsführer, dass die Mieter trotz der anstehenden Mieterhöhung von einem Euro pro Quadratmeter längerfristig bleiben werden. Etwa 160 Aus- und Umzüge habe es bei den rund 1600 Bestandswohnungen immerhin innerhalb des letzten Jahres gegeben. "Das sind zehn Prozent", betont Fritzsche.

Hier in der Theodor-Heuss-Straße sei indes keine Wohnung leer. Die Gegend sei gefragt und wird jetzt wohl noch begehrter werden. Denn nicht nur Balkone sind an die Wohnungen gebaut worden. Auch das Freigelände hinter den Häusern ist neu gestaltet worden. Auch gibt es jetzt Pkw Stellplätze für die Bewohner. "Je nach Nachfrage besteht noch die Option, zehn weitere Stellflächen zu schaffen", fügte Liebig hinzu.

Im kommenden Jahr soll es mit der Sanierung eines weiteren Wohnblocks in der Goethestraße weitergehen. Hier hatte die SWV einen anderen bereits im letzten Jahr umfänglich saniert. Balkone für ein drittes Gebäude in der Theodor-Heuss-Straße sind zwar im Vorhaben, einen konkreten Zeitplan gibt es aber noch nicht.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.10.2013

Roland Heinrich

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