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Schkeuditz Profi ist bei Jungen Sanitätern
Region Schkeuditz Profi ist bei Jungen Sanitätern
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05:00 08.05.2010
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. „Plötzlich fiel er runter und schrie und weinte." Beide Arme waren gebrochen und der Viertklässler dachte, auch die Nase sei nicht mehr heil gewesen.

Voller Stolz sitzt Heike Bergner, Erzieherin im Hort Haus der Elemente dabei, während Deniz noch einmal die Rettungsaktion schildert. Gehört hat Bergner diese Geschichte schon, des Lobes müde wird sie aber nicht. „Es war ausgezeichnet, wie Deniz reagiert hat", weiß sie.

Gerade erst gab es die Auftaktveranstaltung für die neuen Jungen Sanitäter, eine Aktion des Ortsvereins Schkeuditz des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). „Die Kinder sollen nicht nur lernen, wie Erste Hilfe geleistet wird, sondern auch, was Solidarität heißt", erklärt Bergner. Deshalb habe man eine Altkleidersammlung als Auftakt für die etwa 30 Jungen Sanitäter gewählt.

Den Grundkurs, der unter anderem das Notfalltelefon behandelt, kann sich Deniz sparen. Oder zumindest könne er den anderen Jungsanitätern berichten, wie man sich im Notfall richtig verhalte, glaubt Bergner: Deniz‘ gestürzter Kumpel Richi hatte ein Mobiltelefon dabei, welches Deniz sofort aufhob. „Ich wollte den Notarzt rufen aber ich habe die Tastensperre nicht rausgekriegt", malt er das Bild seiner Aufregung. Dann hatte es doch noch geklappt und „ich habe die 110 gewählt", schämt er sich ein bisschen, bei der Polizei angerufen zu haben. „Beim mir stehen die Nummern im Telefonbuch aber bei Richi stand da nichts", rechtfertigt er sich. Aber die Polizei habe ihn mit dem Notarzt verbunden: „Ich sollte mit Richi reden und aufpassen, dass er nicht einschläft, hat der Arzt gesagt." Zusätzlich versuchte er in der Aue einen Erwachsenen ausfindig zu machen. „Sonst ist hier immer jemand aber an dem Tag war weit und breit keiner zu sehen. Ich habe gepfiffen und gerufen", sagt der Zehnjährige.

Schließlich sei dann doch etwas zögerlich noch ein Mann mit seinem Hund von der anderen Seite der Elster herübergekommen. Polizei und Rettungswagen trafen kurz darauf ein.

„Ich klettere immer noch gern auf Bäume", gesteht Deniz. Er sei ja auch nicht heruntergefallen. Nur sein Kumpel Richi muss wohl eine Weile pausieren.

Roland Heinrich

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