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Schkeuditz Projektwoche führt Gymnasiasten ins Mittelalter
Region Schkeuditz Projektwoche führt Gymnasiasten ins Mittelalter
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00:35 11.07.2015
Matthias Jensch (links) gibt Colen Schmieder Hinweise, wie er das Schwert halten muss. Quelle: Roland Heinrich
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Schkeuditz

Grund dafür war eine momentan laufende Projektwoche für alle Gymnasiasten. Die konnten sich zwischen den Themen-Gebieten Mathematik, Sport, Gestalten des Schulhauses oder eben dem Mittelalter entscheiden.

"Begonnen haben wir die Projektwoche mit der Herstellung von typischer Kleidung", sagte Geschichtslehrerin Claudia Rohr. Gestern hatten deshalb vor allem die Mädchen aus Bettlaken gefertigte Kleidungsstücke an und tanzten an einer Station zu mittelalterlichen Klängen im Museumshof. Auf der benachbarten Grünfläche ließen sich vor allem die Schüler der 9. und 10. Klassen im Schwertkampf unterweisen. An anderer Stelle durften sich Eleven mit Kettenhemd, Kopfschutz und Helm bekleiden lassen.

"Das geht ganz schön auf die Schultern", sagte Colen Schmieder zum Gewicht der Kleidung. Der Sechstklässler bewältigte trotz Ritter-Montur dann aber auch noch Liegestütze. "Erst der Umhang mit einem Wappen darauf ordnete den Ritter einem Herren zu. Der sorgte für den Ritter, wurde aber auch von ihm beschützt", erklärte Matthias Jensch vom Mittelalter-Verein Oberhau aus Bad Dürrenberg. "Oberhau ist übrigens kein Ort, sondern die Bezeichnung eines Schlages, der von oben geführt wird", klärte Vereinschef Frank Paetzold auf. Sein Verein habe etwa zwölf aktive Mitglieder und trete bei verschiedenen Festen auf. Er biete auch spezielle Führungen als Walther von der Vogelweide oder Wolfram von Eschenbach durch historische Gemäuer an. Geschichtslehrerin Rohr hatte bei den Mittelalter-Experten um Unterstützung gebten.

Extra in nachempfundene Bauerngewänder des Mittelalters haben sich auch Geschichtslehrer Achim Barth, Referendar Martin Stölzel und Museumsleiter Hans Neubert geworfen. Sie halfen beim Projekt ebenfalls.

Heute geht es beim Projekt darum, was im Mittelalter so gegessen wurde. "Wir werden erst auf den Markt gehen und dann verschiedene Rezepte im Museumshof kochen", verriet Rohr. Am morgigen Tag dann sollen Würfel aus Knochen gefertigt werden. Mit einer Präsentation im Gymnasium werde die Projektwoche dann beendet.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.07.2015
Roland Heinrich

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