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Schkeuditz Radefelder Wald wird ausgedünnt
Region Schkeuditz Radefelder Wald wird ausgedünnt
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13:54 19.05.2015

Bei dieser sogenannten Jungdurchforstung auf einer Fläche von rund 2,5 Hektar werden 20 bis 30 Festmeter Holz je Hektar entnommen, sagte gestern auf LVZ-Anfrage der zuständige Revierförster Olaf Zetzsche. "Das ist ein ganz normaler Eingriff, der erste überhaupt in diesem Gebiet. Es wird alle zehn Jahre der Zustand in solchen Waldgebieten erfasst und ein Plan für die nächsten zehn Jahre festgelegt", erklärte der 52-Jährige. Auch für die jetzt geplante Maßnahme sei so ein Betriebsgutachten als sogenanntes Forsteinrichtungswerk die Grundlage.

Ziel des Ganzen sei, durch kontinuierliche Waldpflege einen gesunden, kräftigen und gleichmäßig wachsenden Baumbestand zu erreichen. In dem betroffenen Gebiet wachsen Ahorn, Esche und Roteiche. Dazu würden die frei zu stellenden "Zukunftsbäume" ausgewählt und die potenziellen "Bedränger" entfernt, wie es in der Forstsprache heißt. Auch schwache, kranke und die Entwicklung des Waldes störende Gehölze werden entfernt. Um für einen gesunden Baum ausreichend Platz und Licht zu gewährleisten, würden im Durchschnitt im jetzigen Stadium zwischen ein bis drei zu dicht stehende Bäume gefällt, informierte Zetsche.

Wie die Stadtverwaltung Schkeuditz informierte, werden im Zuge dieser Arbeiten auch die an Wohnbebauung grenzenden Waldränder neu geordnet. Dazu würden auf Grundlage des Waldgesetzes stellenweise ein bis drei der äußeren Baumreihen entnommen. Danach würden die im Boden verbleibenden Wurzelstöcke der am Waldrand gefällten Roteichen wieder austreiben, sodass dort eine dichte Hecke zur Sicherung der Waldstruktur entstehen kann. Bei Bedarf werde der Randstreifen mit einheimischen Gehölzen ergänzt. Die so entstehenden Heckenstreifen sollen den Laubaustrag aus dem Wald verringern und das willkürliche einbringen von "Fremdstoffen" unterbinden. Auf gut deutsch: Die Ablagerung von Haus- und Sperrmüll sowie von Gartenbfällen im Wald soll den Umweltsündern erschwert werden beziehungsweise ganz unterbunden werden.

In der jüngsten Sitzung des Radefelder Ortschaftsrates war über das Vorhaben informiert worden. "Das Verständnis in der Bürgerschaft für die Notwendigkeit dieser Arbeiten ist da. Es wird nur darauf hingewiesen, da möglichst schonend vorzugehen", fasste Ortsvorsteherin Birgit Gründling gestern das Meinungsbild zusammen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.02.2015
Olaf Barth

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