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Schkeuditz Radefelder feiern seit 25 Jahren erst nach Aschermittwoch
Region Schkeuditz Radefelder feiern seit 25 Jahren erst nach Aschermittwoch
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10:07 07.03.2017
Die „Schotten“ waren beim Karnevalsfest in Radefeld nur einer von vielen Programmpunkten. Quelle: Foto: Michael Strohmeyer
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Radefeld

Wenn andernorts die Faschings- oder Karnevalszeit mit dem Aschermittwoch bereits den Abgesang hinter sich hat und nun fleißiges Fasten angesagt ist, heißt es in Radefeld noch einmal „Hoch die Tassen!“ Seit 25 Jahren sind die Närrinnen und Narren des Schkeuditzer Ortsteils jetzt schon Nachzügler beim Karnevalsfest. So auch am vergangenen Freitag und Sonnabend, als im großen Saal der Gaststätte „Zur Erholung“ das diesjährige Fest anstand. Mit vielen Gästen und mit Mitgliedern befreundeter Vereine gab es bei der Feier quasi ein „Best-of“aus dem letzten Viertel-Jahrhundert.

„Die umliegenden Ortsteile und Ortsgemeinden, die schon eine längere Faschingstradition hatten, feierten ihre Faschingsfeste immer am gleichen Tag“, erklärte Hans Joachim Honal, Moderator des Abends und Mitbegründer des Radefelder Karnevalsvereins. „So kam die Überlegung, warum nicht einfach eine Woche länger machen und so den Narren der anderen Vereine die Gelegenheit zu geben, uns zu besuchen und den Spaß gemeinsam zu teilen“, erzählte er. Mit dieser Idee starteten die Radefelder 1992 in die fünfte Jahreszeit.

Bunt geschmückt und mit Plakaten aus 25 Jahren Vereinsgeschichte war der Saal gestaltet. Zahlreich waren Karnevals-Vereine aus Glesien, Rackwitz, Zwochau, Selben/Zscheben, Krostitz und Delitzsch vertreten. Mit dem Faschingslied „Mein Radefeld“ und der Funkengarde begann das fast zweistündige Programm. Die „Crazy Dance Kids“, die Ladykracher, die „Breakhopper“ oder die Jugendtanzgruppe Chiara vom Radefelder Sportverein kamen nacheinander auf das Parkett und ihre Darbietungen brachten allen Beteiligten viel Applaus ein. Lustig, bunt und mit viel Humor tanzten sich die „Dreckschwein-Babys“ in die Herzen der Anwesenden. Der Radefelder Vereinschef Hartmut Kupfer gab als Märchenonkel eine Variante von „Rotkäpchen und der Wolf“ zum Besten. Nicht einfach ist es gewesen, meinte Oberkarnevalist Kupfer, das Programm aus 25 Jahren Vereinsgeschichte zusammenzustellen. Er zeigte sich aber äußerst zufrieden und freute sich, dass es von den Gästen so angenommen wurde. „Besonderes Stolz sind wir, dass die Kinder und Jugendlichen immer mit dabei sind und auch ihren Spaß haben“, sagte er. Am Sonnabend wird dann noch mal gefeiert.

Von Michael Strohmeyer

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