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Radefelder verärgert über Parker

Radefelder verärgert über Parker

Seit reichlich drei Monaten existiert der neue Parkplatz, der am Hotel Best-Western in Radefeld eröffnet worden ist. Auf eine Entspannung der Park-Situation entlang des Haynaer Weges hoffte damals auch Ortsvorsteherin Birgit Gründling.

Radefeld. Nun melden sich verärgerte Anwohner.

Schon seit mehreren Jahren wollte das Hotel den eigenen Parkplatz errichten, berichtete René Stolle, Direktor des Best-Western-Hotels. Unstimmigkeiten mit dem Nachbarn des Parkplatzgrundstückes und daraufhin zu erfüllende Auflagen hatten das Projekt verzögert. Zu den Auflagen gehört etwa, dass in der Zeit von 22 bis 6 Uhr auf den hinteren, dem Nachbargrundstück am nächsten gelegenen Parkflächen, kein Auto stehen darf. Trotzdem war die Freude beim Hotel recht groß und auch die Radefelder, die entlang dieser Straße des Öfteren die parkenden Autos kritisierten, hegten nebst Ortsvorsteherin Gründling die Hoffnung auf Entspannung der Lage.

Der 71-jährige Hilmar Gaßmann betreibt seit Generationen neben dem neuen Parkplatz, der nach seiner Aussage meistens leer sei, Ackerbau. Gaßmann habe Hühner und Kaninchen, die jeden Tag mit frischen Futter von seinem Feld versorgt werden. Den 71-Jährigen ärgert es, wenn er nicht einmal mit der Schubkarre auf sein Feld kommt, weil die parkenden Autos die ganze Straße zustellen. „Der Parkplatz ist selten belegt und die Autos der Gäste stehen die ganze Straße entlang“, schimpft er. „Für uns Anwohner ist es schon ärgerlich“, bestätigt der 58-jährige Walter List aus Radefeld.

„Wir prüfen dort verstärkt“, informiert Ordnungsamtsleiter Michael Winiecki. Das Problem sei durchaus bekannt, „unser Eindruck ist aber ein anderer“, sagt er in Bezug auf die Ausnutzung des neuen Parkplatzes. Ein von Anwohnern mehrfach angesprochenes Parkverbot in dieser Straße lasse sich nicht so einfach durchsetzen. Der Paragraf 45/9 der Straßenverkehrsordnung lasse Verbote nur in Gefahrensituationen zu, erklärt Winiecki, dass ihm da – auch wenn er wollte – die Hände gebunden seien. „Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen sind nur dort anzuordnen, wo dies aufgrund der besonderen Umstände zwingend geboten ist“, beginnt der besagte Paragraf. Insbesondere Beschränkungen und Verbote des fließenden Verkehrs dürften nur angeordnet werden, wenn auf Grund der besonderen örtlichen Verhältnisse eine Gefahrenlage bestehe, heißt es hier weiter.

Der Ortswehrleiter der Radefelder Feuerwehr, Mario Peters, ärgert sich jedoch ebenfalls. Sollte es einmal notwendig werden, Wasser aus dem Hydranten zu nehmen, wäre hier schlecht heranzukommen, weil alles von Autos zugestellt sei. Dies habe er selbst geprüft. „Das kann doch nicht sein, da muss sich was ändern“, so Peters Kommentar. „An Hydranten darf generell nicht geparkt werden“, informiert Wehrleiter Uwe Müller dazu.

Roland Heinrich

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