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Radfahrer werden in Schkeuditz falsch geleitet

Kohle-Dampf-Licht-Radroute Radfahrer werden in Schkeuditz falsch geleitet

Das Schkeuditzer Spielzeugmuseum ist vor gut eineinhalb Jahren aus dem Stadtteil Modelwitz in die Innenstadt umgezogen. Seitdem betreibt der langjährige Sammler Winfried Gaudlitz seine bisherige Zweigstelle in der Schillerstraße nun als Museum. Seitdem, also seit August 2014, werden Radfahrer am Schkeuditzer Rathausplatz nun in die falsche Richtung geschickt.

Zum Spielzeugmuseum werden Radfahrer in die falsche Richtung geschickt. Seit eineinhalb Jahren ist es in Richtung Bahnhof zu finden.

Quelle: Roland Heinrich

Schkeuditz. Das Schkeuditzer Spielzeugmuseum ist vor gut eineinhalb Jahren aus dem Stadtteil Modelwitz in die Innenstadt umgezogen. Wie berichtet, war ein langjähriger Mietvertrag in der Straße Zum Herrnholz ausgelaufen und konnte nicht mehr verlängert werden. Seitdem betreibt der langjährige Sammler Winfried Gaudlitz seine bisherige Zweigstelle in der Schillerstraße nun als Museum.

Etwa genauso lange, also seit August 2014, werden Radfahrer am Schkeuditzer Rathausplatz nun in die falsche Richtung geschickt, wenn sie das Spielzeugmuseum aufsuchen wollen: Die grüne Beschilderung am unteren Ende der Sonnenpassage weist wie bisher in Richtung Modelwitz, müsste das Spielzeugmuseum aber in Richtung Bahnhof ausweisen. „Im Sommer letzten Jahres habe ich bei der städtischen Straßenbehörde auf diesen Fehler hingewiesen und um Korrektur gebeten“, sagte Gaudlitz gestern. „Mein Anliegen wurde entgegengenommen und gleich mit dem Hinweis beantwortet, dass ich das dann selbst bezahlen müsste“, ergänzte der Museumschef. Schon ein Hinweisschild in der Bahnhofstraße, das Besucher in die Schillerstraße lenken soll, habe er bezahlt. „Ich habe 80 oder 85 Euro für das Material ausgegeben“, erinnerte sich Gaudlitz. Die Montage sei kostenfrei gewesen.

„Für die Korrektur der Radweg-Beschilderung muss Herr Gaudlitz nicht bezahlen“, sagte gestern Stadtsprecher Helge Fischer auf Anfrage der LVZ. Jene Beschilderung am Rathausplatz gehöre zur Ausschilderung der Radroute Kohle-Dampf-Licht des Tourismusvereins Leipziger Neuseenland und falle nicht in die Zuständigkeit der städtischen Straßenbehörde. Der Tourismusverein Leipziger Neuseenland sei ein Zusammenschluss mehrerer Kommunen, Gastgeber, Gastwirte, Unternehmer, Vereine und Privatpersonen. „Die Änderung der Ausschilderung des Spielzeugmuseums wurde Ende Dezember beauftragt“, teilte Fischer mit. Wann sie tatsächlich erfolgt, sei noch nicht bekannt, soll aber im Zuge anderer Arbeiten erfolgen. Welche das sind, ließ Fischer offen.

Die Kohle-Dampf-Licht-Route ist mit insgesamt 33 Beschilderungen in Schkeuditz und den Ortsteilen von Dölzig im Süden bis Hayna im Norden vertreten, informierte der Stadtsprecher. Das Spielzeugmuseum sei als Hinweis nur auf dem Schild am Rathausplatz vermerkt. Warum dort nicht auch auf das Stadtmuseum oder das Kulturhaus Sonne, stattdessen aber auf den Schkeuditzer Markt und das in Sichtweite befindliche Straßenbahndepot hingewiesen wird, beantwortete Fischer so: „Es gibt eine innerstädtische Ausschilderung, die etwa im Bereich des Rathausplatzes an den Zubringerstraßen unter anderem auch auf Museum und Sonne hinweisen. Diese Ausschilderung wird mit Piktogrammen durch Kohle-Dampf-Licht-Route mit genutzt.“

Bei der städtischen Beschilderung handelt es sich um jene weißen Schilder, die auf Einrichtungen der Verwaltung, der Kultur- und Bildung oder des Gesundheitswesens hinweisen. Doch auch bei dieser Beschilderung ist eine Aktualisierung vonnöten: So wird das vor ziemlich genau vier Jahren neu eröffnete Stadtmuseum da noch schlicht als „Museum“ oder an anderer Stelle sogar als „Heimatmuseum“ bezeichnet. Die Verwendung letzterer Bezeichnung wird unter anderem vom Schkeuditzer Museums- und Geschichtsverein heute jedoch als Affront gewertet. Der hatte sich wegen der Sanierung und Neugestaltung des Museums selbst neu gegründet und die Bezeichnung „Heimatverein“ abgelegt. „Eine Änderung der Beschilderung ist angemeldet“, sagte Fischer. Wann da dann „Stadtmuseum“ zu lesen ist, ist aber noch ungewiss.

Von Roland Heinrich

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