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Schkeuditz Rayk Bergner ist von der CDU als Kandidat nominiert
Region Schkeuditz Rayk Bergner ist von der CDU als Kandidat nominiert
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10:15 20.03.2017
Rayk Bergner trug am Mittwoch sein Wahlprogramm vor. Quelle: Foto: Michael Strohmeyer
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Schkeuditz

Rayk Bergner aus Glesien ist am Mittwochabend mit 100 Prozent der Stimmen zum Oberbürgermeisterkandidaten der CDU gewählt worden. Bereits am vergangenen Freitag hatte der 44-jährige angekündigt, sich dieser internen CDU-Wahl stellen zu wollen. Ein weiterer Kandidat aus den Reihen der Partei war nicht angetreten.

„Ich denke, dass wir mit Rayk Bergner einen sehr guten Kandidaten haben, der großen Sachverstand besitzt und ein tolles Wahlprogramm präsentiert hat“, sagte CDU-Stadtverbandschef Manfred Heumos auf LVZ-Anfrage. Außerdem habe Bergner während seiner Zeit als Stadtrat eine gute Figur gemacht und kritische Themen angesprochen. „Mit Rayk Bergner als Bürgermeister bekommen die Schkeuditzer wieder ein Stadtoberhaupt zum Anfassen“, fügte Heumos hinzu.

Rayk Bergner trug am Mittwoch sein Wahlprogramm vor Quelle: Michael Strohmeyer

„Ich freue mich über die Unterstützung und bin genauso froh, dass wir den Schkeuditzern jetzt auch eine Wahlmöglichkeit bieten“, sagte Bergner. Gut eine Stunde hatte er bei der öffentlichen Mitgliederversammlung sein Programm vorgestellt und betont, als Oberbürgermeister den Bürgern zuhören zu wollen. Schkeuditz habe für eine positive Entwicklung gute Rahmenbedingungen, die es zu nutzen gelte. Er wolle die Schaffung von Wohnraum unterstützen, die öffentliche Infrastruktur verbessern und sieht bei der Schaffung von Kinderbetreuungsplätzen dringenden Handlungsbedarf. Aber auch der Lärmschutz, der Erhalt historischer Bausubstanz und die Entwicklung der Ortsteile stehen in seinem 15 Punkte umfassenden Programm.

Rayk Bergner ist gelernter Facharbeiter für Holztechnik mit Abitur, diente 14 Jahre als Offizier und studierte an der Universität der Bundeswehr Staats- und Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt Öffentliches Recht / Verwaltungswissenschaft. Neun Jahre war er Pressesprecher des Landratsamtes Nordsachsen und arbeitet seit Januar als Betriebsleiter des Eigenbetriebs Bildungsstätten im Landratsamt Nordsachsen. In Glesien ist Bergner seit sieben Jahren im Ortschaftsrat und war Ende letzten Jahres drei Jahre lang Stadtratsmitglied.

Unterdessen hat sich am Donnerstag auch Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler) zur am Mittwoch verkündeten Nominierung durch die SPD, Die Linke und die eigene Partei geäußert (die LVZ berichtete). „Die Pressemitteilung der drei Fraktionsvorsitzenden hat mich freudig überrascht. Sie haben sich allein und ohne mich entschieden, diese Erklärung zu verfassen“, meinte das Stadtoberhaupt. Mit dieser Erklärung hätten die Fraktionschefs nicht nur die Schkeuditzer Bürgerinnen und Bürger begeistert, sondern vor allem auch Enke selbst. „Jetzt können wir wie 2003 und 2010 gemeinsam und motiviert in den Wahlkampf gehen“, sagte Enke und machte damit deutlich, dass er die Nominierung auch annimmt.

Wie sich die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zu den beiden Kandidaten verhält, ist noch offen. Bekanntlich gibt es aus den eigenen Reihen keinen Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl. „Ich werde jetzt keine Unterstützungsabsichten äußern. Dazu müsste ich erst einmal das Wahlprogramm kennen“, sagte Grünen-Fraktionschef Oliver Gossel zum neuen CDU-Kandidaten. Bekannt sei aber ja bereits, wie er zum jetzigen Amtsinhaber stehe. Er tendiere deshalb in Richtung des „frischen Windes im Rathaus“, den der Oberbürgermeister ja selbst angesprochen hatte. Die Überraschung, die Enkes Unterstützerfraktionen geäußert hatten, nehme Gossel im Übrigen keinem ab.

Von Roland Heinrich

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