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Schkeuditz Reaktionen auf Rücktrittsankündigung von Manfred Heumos
Region Schkeuditz Reaktionen auf Rücktrittsankündigung von Manfred Heumos
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06:00 26.08.2010
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Schkeuditz

Aufgrund des gestörten Vertrauensverhältnisses zwischen ihm und Oberbürgermeister Jörg Enke (FW) will Heumos zum Jahresende das Rathaus verlassen (wir berichteten).

Noch bevor er die Öffentlichkeit über diesen Schritt informierte, hatte der 57-Jährige bereits die Fraktionsvorsitzenden des Stadtrates ins Bild gesetzt.

CDU-Fraktionschef Ralf Giesecke erklärte, dass er den Schritt von Heumos sehr bedauert. „Jetzt fehlt in der Verwaltungsspitze die menschliche Komponente. Ich hoffe, der Stadtrat hat genügend Stärke und Durchsetzungswillen, die Stelle ähnlich neu zu besetzen, damit wir nicht noch einen Juristen bekommen.“ Für Giesecke spielt das Parteibuch keine Rolle: „Von mir aus kann es auch ein Linker oder Parteiloser sein. Wir reden hier über Lokalpolitik. Es sollte jemand sein, der fachliche und menschliche Kompetenz hat.“

Lothar Dornbusch (Freie Wähler) meinte: „Das ist seine private Entscheidung, er ließ sich auch nicht umstimmen. Wie die Stelle neu besetzt wird, darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht.“ Ähnlich klingt es bei Reiner Ehnert (Die Linke): „Die private Entscheidung von Herrn Heumos ist schade, aber sie muss man akzeptieren. Wenn er mit dem Oberbürgermeister nicht mehr kann, ist das die richtige Entscheidung. Jetzt muss die Stelle eben neu ausgeschrieben werden.“ Für Aussagen über die Zukunft der frei werdenden Stelle hält es der stellvertretende SPD-Fraktionschef Jens Kabisch zu früh. Weiter sagte er: „Ich war von Heumos’ Schritt überrascht und ein Stück weit geschockt. Gerüchte gab es zwar, aber die gibt es in Schkeuditz immer mal. Seiner Entscheidung gilt es Respekt zu zollen, aber es ist immer bedauerlich, wenn jemand nach so vielen Jahren plötzlich geht.“

Michael Andres von der FDP zeigt sich gespannt, wie es nun weitergeht. „Ich befürchte, dass die Stelle nun mit einem weiteren Juristen besetzt wird. Ein entsprechendes Staatsexamen gehörte ja schon damals zu den Kriterien in der Ausschreibung, ehe es dann doch für Manfred Heumos die Mehrheit gab. Seinen Rückzug bedauere ich mit Respekt vor der Entscheidung. Ich kann das aber gut nachvollziehen“, so Andres.

„Keine einfache Geschichte, aber es ist seine persönliche Entscheidung, die er sich sicher gut überlegt hat und die es zu akzeptieren gilt. Die Umstände, die dazu führten, kann man im Nachgang nicht mehr ändern. Seine jahrelange parteiunabhängige Arbeit für die Stadt gilt es anzuerkennen. Sein Weggang ist menschlich ein Verlust und dient nicht der Sache und der weiteren Arbeit“, sagte Lothar Böttcher von der Freien Wählervereinigung Dölzig.

Olaf Barth

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