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Schkeuditz Regelung des Wasserzulaufs bleibt Problem
Region Schkeuditz Regelung des Wasserzulaufs bleibt Problem
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06:00 11.03.2011
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Schkeuditz

Lediglich neun Besucher waren gekommen. Die Probleme im Naturschutzgebiet (NSG) indes sind die gleichen.

„Ich kenne die Lachen seit 1956“, erwähnt Klaus-Dieter Dittmann und meint das NSG Papitzer Lehmlachen zwischen der Neuen Luppe und der Weißen Elster. „Nur in Extrem-Sommern, also etwa alle zehn Jahre, ist das Gebiet damals trocken gefallen. Sonst stand da immer Wasser drin“, weist der Nabu-Mitstreiter gleich auf das schon seit Jahren existierende Problem hin: Damit in den Lachen Wasser steht, muss ein Auslassbauwerk an der Elster geöffnet werden. „Die Neue Luppe schneidet sich Jahr für Jahr tiefer in ihr künstliches Flussbett und entzieht dem Gebiet Grundwasser“, erklärt Dittmann und erwähnt die Sogwirkung der tiefer liegenden Luppe. Zwar im Besitz des uneingeschränkten Wasserrechts, erhielt der Nabu jedoch regelmäßig Anweisung vom Landratsamt (LRA) Nordsachsen, den Zulauf zu schließen, was im Jahr 2009 zu einem Fischsterben führte und für einen Aufschrei auch bei den Anglern sorgte. „Im letzten Jahr gab es ausreichend Niederschlag und damit genügend Wasser in den Lachen“, betont Dittmann, sich an die Vorgaben des LRA gehalten zu haben. Trotzdem konnte die alljährliche Jagd nicht stattfinden. Hinter vorgehaltener Hand ist die Jagd auch die Begründung, warum die Lachen jährlich trocken fallen sollen.

„Wir waren von der Teilnahme enttäuscht“, gesteht Dittmann bezüglich der jüngsten Gesprächsrunde und glaubt, das mangelnde Werbung eine Ursache gewesen sein könnte. Er erwähnt, dass Nachwuchsprobleme bestehen und hofft auf künftig mehr Interessenten. „Wir haben gut zwei Stunden gesessen“, ergänzt Udo Busse vom Anglerverband. Immer wieder ginge er in die Lachen, um nach dem Rechten zu schauen.

Feste Termine, das Auslassbauwerk zu öffnen oder zu schließen, gibt es nicht, hatte LRA-Sprecher Rayk Bergner unlängst mitgeteilt. Dittmann ergänzt, dass man sich mit dem vom LRA beauftragten Hendrik Teubert, der an einem Managementplan für das NSG mitgearbeitet habe, auf einen dauerhaften Wasserstand in den Lachen geeinigt habe, der eine Wasserdeckung von 15 Prozent vorsehe. „Das ist ein Kompromiss“, sagt Dittmann. Die Umsetzung indes gestalte sich schwierig, da die einzelnen Lachen unterschiedlich schnell leer liefen. So könne eine Lache durchaus noch über die Hälfte gefüllt sei, eine andere aber zur selben Zeit schon trocken stehen.

„Mollusken, also Muscheln oder Schnecken oder auch Unterwasserpflanzen sterben beim Trockenfallen ab“, sagt das Nabu Mitglied. Immer wieder müsse die Fauna und Flora neu entstehen oder durch den Zulauf eingespült werden. Manches sei dann aber auch einfach weg.

Roland Heinrich

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