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Schkeuditz Respekt, Fairness: Kinder üben in den Ferien asiatische Kampfkünste
Region Schkeuditz Respekt, Fairness: Kinder üben in den Ferien asiatische Kampfkünste
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07:00 24.07.2017
Ferienpassangebot mit Shorai Do Kempo: Voraussetzung für diesen Sport sind Respekt, Fairness, Selbstdisziplin, Höflichkeit und Achtung vor dem Gegner. Quelle: Michael Strohmeyer
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Schkeuditz

Respekt, Fairness, Disziplin, Selbstbehauptung – das kann man auch in den Ferien üben. Etwa beim Kampfsport Shorai Do Kempo, in den Kinder im Rahmen des Ferienpasses in Schkeuditz hineinschnuppern konnten.

Mehr als die Hälfte der Sommerferien sind zwar vorbei, aber der Ferienpass hat noch einige Freizeitangebote auf Lager. Das reicht vom Besuch der Fechtweltmeisterschaften in Leipzig über Geocaching, Kindertheaterkonzert, Ferienkino, Schokoladenwerkstatt bis zum Besuch in der Auenwald-Apotheke: Für wenig Geld wird Kindern viel geboten.

So beteiligten sich auch die Sportler der Ortsgruppe Shorai DoKempo aus Schkeuditz zum siebenten Mal in diesem Jahr am Ferienpass und luden die Kinder und Jugendlichen zu einem Schnupperkurs der asiatischen Kampfkunst am Wochenende ein. Trainer Marcus Paulitz (29), selber Weltmeister 2017 und Europameister 2011 in dieser Kampfsportart, hatte schon mit acht Jahren seine ersten Wettkämpfe auf der Matte geführt. Leidenschaft für diesen Sport, fernöstliche Kulturen und Traditionen zeichnen seinen Erfolg aus. In Deutschland ist diese Sportart zwar noch nicht so bekannt, aber dies hinderte ihn und seine Ortsgruppe nicht daran, einen Schnupperkurs für die Kinder anzubieten.

So waren auch die Schkeuditzer Brüder Karl (14) und Luis (8) Winterstein zum Training mit ihren Eltern Katrin und Lars gekommen. Vater Lars sagte: „Unsere Kinder sind sportlich und da nimmt man das Angebot des Ferienpass gerne an“. Karl habe sich schon öfters ausprobiert, so sei er mit fünf Jahren bei den Judokas gewesen und mit neun Jahren zur Leichtathletik gekommen.

Faszination für die fernöstlichen Kampfkünste zeigte auch die erst fünfjährige Lea Bauer. Sie hatte Spaß - was man ihr auch ansah. Vater Falko Bauer freute sich, machte Fotos. Mit kleinen Ratschlägen und technischen Tricks zeigte Mandy Brommer (29) Anton Strötzel (12) und Ben Günther (9), wie man aus der Bewegung die richtige Schlagkraft erzielt. Mit spielerischer Erwärmung, Fangspielen, Hand-Auge-Koordination und Entspannung trainierten die Kinder und Jugendlichen über eine Stunde mit dem Europa- und Weltmeister in der Turn- und Sporthalle.

Der Shorai-Do-Kempo-Verein – übersetzt: „Zukunft des Weges“ – hat in Schkeuditz 45 Mitglieder im Alter von 6 bis 53 Jahre. Voraussetzung für diese Sportart seien Respekt, Fairness, Selbstdisziplin, Höflichkeit und Achtung vor dem Gegner, so Paulitz. Im Zweikampf spielten Schnelligkeit, Bewegung und Reaktion eine große Rolle, erklärte er. Er wünsche sich, dass diese „Kampfsportart-Selbstverteidigung“ noch mehr Anhänger finde. Da sei der Ferienpass eine kleine Grundlage für den Erfolg.

Von Michael Strohmeyer

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