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Schkeuditz Rittergutskirche bekommt zwei Brutstätten in den Turm
Region Schkeuditz Rittergutskirche bekommt zwei Brutstätten in den Turm
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05:00 19.05.2010
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Binnen zehn Tagen habe er im Kirchturm der Rittergutskirche aus- und vermessen, die zwei Kästen gebaut und an den Fensterläden des Turmes angebracht. „Herr Mroska hatte mich bei der Mühlenpreisverleihung angesprochen, ob diese Möglichkeit bestehe", sagt Heine.

Der Vorsitzende des Kultur- und Pilgervereins, Henrik Mroska, bot in dem fertiggestellten Anbau an der Kirche schon so manchem Pilger ein Quartier. Nun hofft der Verein und natürlich auch Heine, dass noch ein Turmfalke in den einen und eine Schleiereule in den anderen Kasten einziehen. „Beim Turmfalken habe ich so meine Zweifel", gesteht Heine. Wegen des langen Winters seien bei ihnen größere Verlusste zu bemerken. „Die Schleiereule hingegen brütet zwei Mal im Jahr", weiß der Fachmann und glaubt, dass sie in diesem Jahr hier Quartier bezieht.

Seit zwanzig Jahren schon fertigt Heine Nistkästen in der heimischen Werkstatt. Der ehemalige Raumausstatter und Lehrausbilder im Bereich Holzbearbeitung hat dort die notwendigen Maschinen stehen. „Jetzt gestalte ich die Räume für die Vögel", schmunzelt er und betont, dass jeder Kasten ein Unikat sei. Und ein paar hundert hat er davon immerhin schon gebaut. „Leicht müssen sie sein und funktional", erwähnt Mitstreiter Günter Becker. „Nicht jede Kirche ist so komfortabel zu besteigen, wie diese hier", sagt Becker. Und die Kästen müssen ja irgendwie hinauf kommen, begründet er die Wichtigkeit des geringen Gewichtes. Die Funktionalität sei bei der meist mit dem Anbringen verbunden Pflege und bei der Beringung der Tiere sehr wichtig, betont Heine.

Ob nun in den nächsten Tagen ein Turmfalkenpärchen Quartier beziehen wird, bleibt abzuwarten. In der Altscherbitzer Kirche allerdings seien inzwischen schon fünf Eier im Nest, weiß Heine. „Kaum waren die Kästen angebracht, fing hier ein Turmfalke an zu kreisen", berichtet dagegen Henrik Mroska.

 

Roland Heinrich

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