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Rittergutskirche hat neue Patrone

Feierlicher Akt Rittergutskirche hat neue Patrone

Einen feierlichen Rahmen hatte der Kultur- und Pilgerverein gewählt, um in der Kleinliebenauer Rittergutskirche nach langer Zeit wieder den Titel Patronin beziehungsweise Patron zu vergeben. Grund für die Verleihung der Titel ist eine vom Verein gestartete Aktion, die dazu beitragen soll, die Kirche in ein Stiftung zu überführen.

Vereinschef Henry Mroska zeigt jene Urkunde, die er den Patronen Christine Schmerwitz, Alfred Morska und Anneliese Mroska überreicht (von rechts).

Quelle: Michael Strohmeyer

Kleinliebenau. Einen passenden, feierlichen Rahmen hatte der Kultur- und Pilgerverein gewählt, um in der Kleinliebenauer Rittergutskirche nach langer Zeit wieder den Titel Patronin beziehungsweise Patron zu vergeben. Beim ersten Adventskonzert sorgte die Capella Via Regia für die musikalische Untermalung eines heutzutage eher außergewöhnlichen Aktes. Grund für die Verleihung der Titel ist eine vom Verein gestartete Aktion, die dazu beitragen soll, die Kirche in ein Stiftung zu überführen. Wie berichtet, ist diese Förder-Stiftung Kulturdenkmal Rittergutskirche Kleinliebenau bereits gegründet, muss aber, um selbstständig zu sein, 40 000 Euro Eigenkapital vorweisen.

„Wir stehen schon ganz gut da. Die Hälfte der notwendigen Summe dürften wir zusammen haben“, sagte Vereinschef Henrik Mroska. Er, der die Kirche 2005 für einen symbolischen Euro erworben hatte, möchte das Gotteshaus in der Stiftung auf Dauer gesichert wissen. Die Rittergutskirche soll in eine Besitzerschaft überführt werden, die nicht an eine einzelne konkrete Person gebunden ist. Vielmehr wird dann die Stiftung als „juristische Person“ agieren.

„Es ist ein Wunder“, sagte Superintendent Friedrich Magirius mehrfach und meinte damit die letzten zehn Jahre des Gotteshauses. „Viele der heute Anwesenden können sich noch erinnern, wie es hier ausgesehen hatte“, erinnerte er. Auch in diesem Jahr musste der Verein noch einmal Hand anlegen: Die Turmmauern oberhalb des Fundamentes waren sehr feucht und es bestand Handlungsbedarf. Im kommenden Jahr, wenn die Mauern getrocknet sind, soll dann verputzt und gemalert werden.

Nach dem Rittergutsbesitzer Hans Henrig von Kaneworff, dessen Epitaph im Inneren der Kirche zu sehen ist, sind nun Gisela Noser, Christine Schmerwitz sowie Anneliese und Alfred Mroska Patrone der Kleinliebenauer Kirche. Als Träger dieses Ehrentitels werden die Patrone auf Dauer sichtbar auf der Patronatsloge in der Kirche geehrt. Für den Titel müssen 5000 Euro an die Stiftung gegeben werden. Einen Stifterbrief erhalten Spender, die mindestens 250 Euro gespendet haben.

Übrigens: Eine Patronatsloge hat es in der Kirche tatsächlich gegeben. Im Herbst 1956 wurde diese verfallene Loge abgebrochen. Wer dort als Patrone genannt oder verzeichnet war, ist nicht bekannt. Das Heiligenpatronat über die erstmals 1309 erwähnte Kleinliebenauer Kirche haben Katharina von Alexandrien, Ägypten (287 – 305 n. Chr.) und Nikolaus von Myra, Türkei (270 – 343 n. Chr.) inne.

www.kulturpilger.de

Von Roland Heinrich

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