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Schkeuditz Rokoko-Tapeten des ersten Zimmers im Ermlitzer Herrenhaus bald vollständig restauriert
Region Schkeuditz Rokoko-Tapeten des ersten Zimmers im Ermlitzer Herrenhaus bald vollständig restauriert
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05:00 02.06.2010
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. Dann sind 500 000 Euro aufgebraucht. Für weitere Arbeiten werden jetzt Geldgeber und Sponsoren gesucht.

„Insgesamt haben wir 310 Quadratmeter Tapete", berichtet Stephanie Hilden, Restauratorin und Projektleiterin in der Apel’schen Villa im Schkeuditzer Nachbarort Ermlitz. In der eigens für die Restaurierung der Tapeten eingerichteten Werkstatt neben dem Herrenhaus sind in den vergangenen knapp zwei Jahren bis jetzt dreiviertel des Roten Salons – insgesamt 68 Quadratmeter Wandbespannung – fertiggestellt. Hauptsächliche Geldgeber dafür waren die Hermann-Reemtsma-Stiftung und der Bund.

„Alle fünf Räume sind mit diesen Tapeten ausgestattet gewesen und heute fehlen lediglich vier Prozent", ist Hilden begeistert. Der Rest sei auf Rollen eingelagert und harre zum Teil seit 1965 seiner Sichtung beziehungsweise seiner Restaurierung. Mit Wasserfarben seien die aus Leinwand bestehenden Wandverkleidungen etwa um 1770 bemalt worden und würden durch die Lagerung nicht besser, so die Restauratorin.

Stilistisch schließe sich die Wandbespannung im kleine Raum an die des Nachbarraums „Roter Salon" hundertprozentig an, weiß Hilden. „Hier haben wir einen Kenntnisstand, der bei einer längeren Zwangspause verloren wäre", weist die Projektleiterin vor Ort auf die Notwendigkeit hin, die Arbeiten fortzusetzen. „Es wären nocheinmal 57 Quadratmeter Tapete zu restaurieren", sagt Hilden. Dafür, schätzt sie, wären momentan eineinhalb Jahre nötig.

Gemeinsam mit Julika Ullmann und Karin Krüger habe sie mit minimalsten Eingriffen vor allem Flächenschmutz beseitigt, der hauptsächlich aus der Zeit stamme, als das Herrenhaus als Kinderheim genutzt und mit Kohle beheizt wurde. Zudem seien Leinwandausbesserungen mittels Einklebungen einzelner Fäden ausgebessert und etwa 125 Meter Tapetenrand zu stabilisieren gewesen. In den Semesterpausen wurden die drei festen Mitarbeiter von Studenten der Hochschule für Bildende Künste Dresden unterstützt.

Möglich wurde dies durch eine Kooperation der Apel’schen Kultur-Stiftung mit der Hochschule, die schon 2004 mit ersten Semesterarbeiten begann und mit Diplomarbeiten fortgesetzt wurde.

 

Roland Heinrich

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