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Schkeuditz "Rot bleibt Rot!"
Region Schkeuditz "Rot bleibt Rot!"
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16:20 19.05.2015
Hier steht es schwarz auf weiß: Bei Rot müssen Autos halten, wenn es die Ampel im Hintergrund anzeigt. Das gilt auch für jene Kraftfahrer, die geradeaus fahren wollen. Quelle: Roland Heinrich

Die Hupenden sind der Meinung, dass das Rot der Ampeln für Geradeausfahrende nicht gilt - und liegen damit falsch.

"Da gibt es überhaupt keine Diskussion: Bei Rot muss man anhalten. Das steht im Paragraph 37 der Straßenverkehrsordnung", sagte gestern der Leiter der Schkeuditzer Straßenverkehrsbehörde, Christian Thier, auf Anfrage der LVZ. ­Hintergrund: Über regelrechte Hupkonzerte an der Kreuzung Äußere Leipziger Straße/Altscherbitzer haben sich Leser beschwert. Eine angebliche und wegen der lauten Kfz-Äußerungen wohl auch offensichtliche Unklarheit herrsche an jener Kreuzung. Ähnlich verhält es sich schon längere Zeit auch an der Zufahrt zur Helios-Klinik beziehungsweise zum Altscherbitzer Krankenhaus, weiß Thier. "Hier ist es noch ein bisschen brenzliger, da es separate Fahrspuren gibt", sagte er. Dennoch gelte für alle, dass bei Rot anzuhalten ist.

Dass es hier unter den Verkehrsteilnehmern Unklarheiten gibt, verneinte Thier. Schließlich habe die Stadt schon vor längerer Zeit im "Boten" - dem städtischen Amtsblatt - über die Verkehrs- beziehungsweise Rechtslage aufgeklärt. Wie hoch der Anteil der Alt-B-6-Nutzer ist, der diese Ausgabe auch gelesen hat, darüber kann nur spekuliert werden. Immerhin verkehren auf der Äußeren Leipziger Straße, der alten Halle-Leipzig-Verbindung, nicht nur Einheimische.

"Das ist ganz klar! Bei Rot, und das weiß jeder Fahrschüler, ist anzuhalten", sagte auch Gabriele Rosenberg. Gemeinsam mit ihrem Mann Olaf, der Fahrlehrer ist, betreibt sie die Fahrschule Kohlmann in der Flughafenstadt. Die zusätzlich an den Ampelmasten angebrachten Schilder seien nur Hinweisschilder und heben in keinem Fall die Bedeutung einer "roten" Ampel auf, ergänzte Rosenberg.

Die Ampeln an beiden Kreuzungen schalten auf Rot, wenn sich eine parallel zur Straße fahrende Straßenbahn nähert. Dass Abbiegende in Richtung der Schienen stehenbleiben müssen, scheint jedem klar zu sein. Warum aber auch Autofahrer, die die Schienen nicht überqueren, weil sie geradeaus fahren, anhalten müssen, erklärt der Leiter der Straßenverkehrsbehörde. "Diejenigen, die aus der Seitenstraße kommen, müssen Gelegenheit haben, die Schienenwege freimachen zu können. Bei einem weiteren Verkehrsfluss entlang der B 6 ist das nicht möglich. Wenn die Autos aber anhalten, dann können die aus der Seitenstraße Kommenden sich in den Verkehr einordnen und damit den Weg für die Straßenbahn freimachen", sagt Thier.

Zusätzliche Beschilderungen oder Markierungen, die auch die unsicheren Autofahrer darauf hinweisen, anhalten zu müssen, hält Thier nicht für notwendig: "Rot bleibt Rot!" sagte er. Auch Gabriele Rosenberg sieht die jetzige Regelung als eindeutig an. Lediglich ein weiterer Schkeuditzer Fahrlehrer äußert: "Die Situation ist nicht so einfach. Das lässt sich nicht mal kurz erklären."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.07.2013

Roland Heinrich

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