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Rund 2500 Besucher kommen nach Schkeuditz

Mitteldeutsche Modemesse Rund 2500 Besucher kommen nach Schkeuditz

Die Mitteldeutsche Modemesse lockte den vorrangig aus den neuen Bundesländern kommenden Fachhandel am Wochenende bis einschließlich Montag in das Mitteldeutsche Mode-Center (MMC) und die benachbarten Messehallen am Roßberg.

m Modetrends für die kommende Herbst- und Wintersaison ging es bei der Mitteldeutschen Modemesse, die sich in Schkeuditz zu einer stabilen Größe entwickelt hat.

Quelle: Michael Strohmeyer

Schkeuditz. „Die Mitteldeutsche Modemesse ist für uns eine feste Größe. Wir kommen seit etwa fünf Jahren hierher“, sagte Manfred Lippert. Der Generalverkäufer des seit etwa 60 Jahren in Hamburg ansässigen Labels Murek International ist von der Kundenfrequenz im Mitteldeutschen Modecenter in Schkeuditz positiv angetan. „Die Kundenresonanz ist gut, nur der Umsatz stagniert“, meinte er. „Wir sind im Bereich Event-Mode und eher im höherpreisigen Segment unterwegs und haben mit einer Rezession zu. Hinzu kommen die Kaufkraftunterschiede zwischen Ost und West“, schätze Lippert ein. Der Handel reagiere aber auch in den Altbundesländern zurückhaltender.

Die Mitteldeutsche Modemesse lockte den vorrangig aus den neuen Bundesländern kommenden Fachhandel am Wochenende bis einschließlich gestern in das Mitteldeutsche Mode-Center (MMC) und die benachbarten Messehallen am Roßberg. „Wir gehen bis zum Abend von etwa 2500 Fachbesuchern aus“, sagte Tanja Gille vom Center-Management gestern. Die 180 geöffneten Showrooms im MMC, die 41 Hersteller der parallel stattfindenden Kindermode-Messe Kids-Collection und gut 200 Gastkollektionen präsentierten die Trends für die kommende Herbst- und Wintersaison. Insgesamt waren gut 600 Hersteller vor Ort, informierte Gille.

„Die Besucherzahlen der Modemesse sind seit mehreren Saisons stabil“, schätzte auch die Centermanagerin ein. Seit 2006, also seit zehn Jahren, wird die Messe unter diesem Namen im MMC durchgeführt. „Die Kombination mit der MMC-Kids-Collection hat sich bewährt. Sollte die Entwicklung in eine andere Richtung gehen, sind wir bereit, darauf zu reagieren“, sagte Gille. Eine Vergrößerung des Messe-Areals aber stehe momentan nicht an.

Um dem Einzelhandel Konzepte oder Möglichkeiten zur Differenzierung zu bieten, gibt es parallel zu den Messen Workshops, für die sich das Fachpublikum anmelden kann. Zu den Themen gehört der Online-Handel genauso, wie in diesem Jahr die Schaffung von Erlebniswelten im Einzelhandel. Das Shoppen soll zum Event werden. Konkrete Umsetzungshinweise stellte Trainerin Alexandra Chrobak am Messe-Sonntag vor.

„Der Tante-Emma-Laden hat ausgedient“, meinte Jürgen Winter von der Handelsagentur aus Stendal. Auch er vertritt den Standpunkt, dass Einkaufen ein Erlebnis sein sollte. Im Online-Geschäft sieht Winter keine so große Gefahr: „Was dort gekauft wird, sind eher kleinere Sachen wie Accessoires. Ein Bekleidungsstück muss man aber nach wie vor anfassen. Der Aufwand, stattdessen drei Mal zur Post zu rennen und bestelltes zurückzuschicken, ist zu groß.“

Seit zehn bis zwölf Jahren sei Winter in Schkeuditz bei der Messe dabei. „Deren Entwicklung ist sehr, sehr gut“, lobte er. In den letzten drei Jahren habe er sich ein paar Wochen vor der Messe sogar in einem Showroom im Hauptgebäude eingemietet, um größere Kunden beraten und betreuen zu können. Zum Warenspektrum der Stendaler Agentur gehören Anzüge, Sakkos, Jacken, Shirts, Pullover, Hosen, Gürtel, Handschuhe und auch Hosenträger, Manschettenknöpfe und Krawattenhalter. Die Frage nach dem Umsatz beantwortet Winter mit „ich kann nicht klagen.“

Dennoch wisse er, dass sich der Handel in schwierigen Zeiten befindet. „Ich hatte zwei Händler aus Dresden hier, die über die Pegida-Demonstrationen klagten: Sie schließen ihre Geschäfte, weil sie ihren Mitarbeitern die vorherrschende Situation nicht zumuten können. Das ist natürlich mit Umsatzeinbußen verbunden“, gab Winter Erfahrenes weiter.

Mit der Mitteldeutschen Schuhmesse Shoe-Start steht am kommenden Wochenende schon das nächste Händlertreffen ins Haus. 250 Marken verschaffen dem Fachpublikum dann einen Überblick über die Trends und Tendenzen. Etwa 300 Fachgeschäfte nutzen die Früh-Order-Messe.

Von Roland Heinrich

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