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Schkeuditz Russischer Musikprofessor an Röver-Orgel
Region Schkeuditz Russischer Musikprofessor an Röver-Orgel
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15:50 13.10.2009
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Schkeuditz

Am Sonnabend war der Leiter der Orgelabteilung an der Russischen Gnessin Musikakademie in Moskau zu Gast in Schkeuditz und gab in einem einstündigen Konzert das wohl bekannteste Orgelwerk Johann Sebastian Bachs zum Besten. Die Komposition des barocken Künstlers besteht aus zwei Sätzen, einer Toccata und der darauf folgenden vierstimmigen Fuge. „Insgesamt gebe ich zwölf Konzerte in Deutschland und Frankreich. Nach dem Konzert geht’s sofort weiter“, so der Bach-Fan.

Den vielfach ausgezeichneten Fiseisky zog es nicht zum ersten Mal in die Flughafenstadt. Dass ein Russe 1997 ein Konzert in Wernigerode gab, ließ den Orgelbauer Reinhard Hüfken hellhörig werden, denn er hatte einen Restaurierungsauftrag für eine Röver-Orgel in Moskau. „Zuvor restaurierte ich die Orgel in der Altscherbitzer Kirche und schickte kurzerhand Fiseisky nach Schkeuditz“, so Hüfken. Kurz darauf gab der Solist der Staatlichen Philharmonischen Gesellschaft in Moskau dort sein erstes Konzert. Die „Anthologie der Russischen Orgelmusik“ begeisterte Manfred Seidel, den Vorsitzenden des Heimatvereins „Torturm“ Schkeuditz-Wehlitz, so sehr, dass er ihn 2007 gleich zum nächsten Orgelkonzert nach Schkeuditz lud. Im Gepäck Bachs Fantasie und Fuge a-moll.

„Ein Dreivierteljahr haben wir das diesjährige Konzert geplant“, so Seidel. Nächstes Jahr will der 72-Jährige den ehemaligen Gewandhaus-Organisten Matthias Eisenberg für ein Konzert gewinnen. Auch Eisenberg gab sich schon einmal die Ehre und holte 2008 alles raus, was das Kind der Jahrhundertwende zu bieten hat. Für Fiseisky würde es kein Abschied für immer sein. „Nach bisheriger Tradition müsste er in zwei Jahren wieder ran“, sagt Seidel und hofft für zukünftige Klangerlebnisse in der Altscherbitzer Kirche auf ein paar mehr besetzte Stühle.

Anne Schulze

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