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Schkeuditz SPD will Lkw aus Wohngegend verbannen
Region Schkeuditz SPD will Lkw aus Wohngegend verbannen
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14:50 19.05.2015

Dieser wurde jetzt konkretisiert. "An der grundsätzlichen Aussage des Antrages hat sich nichts geändert", teilte Fraktionsvorsitzender, Jens Kabisch, mit. Lediglich auf "Missverständnisse und Fehlinterpretationen", die es in den Vorberatungen im Technischen Ausschuss gegeben hatte, sei reagiert worden. "Einer inhaltlichen Diskussion steht jetzt nichts mehr im Wege", meinte Kabisch und geht davon aus, dass im Februar oder März zum Antrag abgestimmt werden kann.

Eine Verkehrszählung in der Theodor-Heuss-Straße, die das Ordnungsamt im vergangenen Mai auf bitten von SPD-Stadtrat Dieter Schöne durchführte, habe eine besonders hochfrequente Nutzung durch Lkw jenseits der genannten Tonnage gezeigt. Im ursprünglichen Antrag war von 1300 Lkw, die pro Tag in beiden Fahrtrichtungen unterwegs seien, die Rede. "Diese Zahl stimmt nicht und ist korrigiert worden", sagte Kabisch. Die an einem Freitag ermittelte Anzahl liegt laut Ordnungsamt bei 585 Lkw der Kategorien "Truck" und "Long". Immer noch eine hochfrequente Nutzung, wie Kabisch meinte.

Beide Straßen, aus denen die schweren Lkw verbannt werden sollen, zeichneten sich durch Wohnbebauung aus. Auch sämtliche Seitenstraßen befänden sich in reinen Wohngebieten. "Zur Erhaltung der Lebensqualität ist ein Durchfahrtsverbot erforderlich", unterstrich Kabisch. "Die Straßenverkehrsordnung lässt die Beschränkung von Straßen 'zum Schutz der Wohnbevölkerung vor Lärm und Abgasen' ausdrücklich zu", zitierte er. In einer Stadt wie Schkeuditz sei das bereits ein grundlegendes Argument. Auch die Sanierung der Alten Straße im Bereich der Einmündung zur Leipziger Straße sei auf das Befahren mit Schwerlastverkehr zurückzuführen.

"Es gibt Gemeinden, in denen ganze Innenstädte vom Lkw-Verkehr freigehalten werden", erwähnte der Fraktionschef gestern. Da seien die beiden Straßen, in denen das Lkw-Verbot beantragt wurde, nur eine Kleinigkeit. Zudem betonte er, dass das erstrebte Verbot den Anliegerverkehr nicht tangiere. So der Antrag von den Stadträten mit getragen werde und ein Durchfahrtsverbot eingerichtet werden kann, wolle die SPD-Fraktion beobachten, welche Auswirkungen dies auf andere Straßen habe und entsprechend reagieren.

Einen Seitenhieb in Richtung Ordnungsamt kann sich Kabisch nicht verkneifen: "Bei der Vorberatung hieß es, der Stadtverwaltung sei nicht klar, wie das Vorhaben umgesetzt werden solle. Auch in dieser Richtung haben wir unseren Antrag konkretisiert und das richtige Verkehrszeichen herausgesucht", sagte der Fraktionschef. Diese Arbeit könne aber nicht Aufgabe der Stadträte sein, sondern müsse von den Profis im Ordnungsamt erledigt werden. Der Antragseingang inklusive Verkehrszeichen-Hinweis wurde bereits bestätigt, sagte Kabisch gestern und hofft auf Zustimmung im Stadtrat.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.01.2014
Roland Heinrich

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