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Sächsischen Krankenhaus Altscherbitz: 300 bis 350 Schlaganfälle pro Jahr.

Informationsveranstaltung Sächsischen Krankenhaus Altscherbitz: 300 bis 350 Schlaganfälle pro Jahr.

„Die Frauen holen langsam auf“, schätzte Oberarzt Felix Schaller mit Blick auf die Schlaganfall-Statistik ein: Während die in den Vorjahren eher eine war, die hauptsächlich Männer dominierten, halte sich die Verteilung auf die Geschlechter momentan eher die Waage. Woran das liegt, erwähnt der Arzt.

Oberarzt Felix Schaller in einem Zimmer der Stroke-Unit, das der Betreuung von Schlaganfallpatienten dient.

Quelle: Roland Heinrich

Schkeuditz. „Die Frauen holen langsam auf“, schätzte Oberarzt Felix Schaller mit Blick auf die Schlaganfall-Statistik ein: Während die in den Vorjahren eher eine war, die hauptsächlich Männer dominierten, halte sich die Verteilung auf die Geschlechter momentan eher die Waage. „Das liegt auch daran, dass die Frauen zunehmend rauchen“, meint der 38-jährige Oberarzt der sogenannten Stroke-Unit im Sächsischen Krankenhaus (SKH) Altscherbitz..

Um zu sensibilisieren und um aufzuklären, lädt das SKH am Sonnabend zum wiederholten Male zu einem sogenannten Schlaganfalltag ein. „Ich denke, wir sind in Sachen Aufklärung auf einem guten Weg“, schätzte Schaller ein. Doch gebe es nach wie vor Fälle, bei denen Symptome eines Schlaganfalls zwar registriert, diese aber nicht als solche eingeordnet werden. Dabei sei schnelles Handeln in diesen Fällen besonders wichtig.

Blutgerinsel seien die Ursache für eine fehlende Durchblutung, die beim Schlaganfall Teile des Gehirns absterben lässt. „Es gibt eine Behandlungsmethode, die diese Blutgerinsel auflöst. Diese Methode ist aber nur in den ersten Stunden nach dem Schlaganfall einsetzbar“, erklärt Schaller. Deshalb sei schnelles Handeln sehr wichtig. Ein Schlaganfall sei immer ein Notfall.

Während des „Schlaganfalltages“, der am Sonnabend von 10 bis 13 Uhr in der Neurologischen Klinik im Haus  2 des SKH stattfindet, wird Schaller in einem Vortrag erklären, wie ein Schlaganfall schnell erkannt wird, wie dann gehandelt werden muss und wie er vermieden werden kann. „Es gibt drei große Risikogruppen“, klärte er auf. So seien hoher Blutdruck – dabei gelte, dass von erhöhtem Blutdruck auch gesprochen wird, wenn schon einer der beiden Werte erhöht ist –, ein erhöhter Blutzuckerspiegel und das Rauchen Risikofaktoren. Was nach einem Schlaganfall passiert und wie die pflegerische Betreuung und die Rehabilitation aussieht, beantworten Carmen Pelka, Fachschwester der Stroke-Unit, und Sozialarbeiterin Ramona Freis.

Als besonderen Service bietet das SKH den Besuchern wie in den Vorjahren auch wieder an, den Blutdruck und den Blutzucker zu überprüfen sowie mit einem Ultraschallgerät zu schauen, wie stark die hirnversorgenden Blutgefäße von Gefäßverkalkung und -verengung betroffen sind. „Besonders letzteres wird von den Gästen immer sehr gern in Anspruch genommen“, sagte Schaller.

Die Zahl der Schlaganfälle, die im SKH behandelt werden, sei in den letzten Jahren mit rund 300 bis 350 Fällen pro Jahr relativ konstant. „Auch Jugendliche können einen Schlaganfall bekommen. Da sind dann meist Drogen mit im Spiel“, klärte Schaller auf und nannte so einen weiteren Risikofaktor. Auch deshalb betreibt das SKH Aufklärung auch für Schülerinnen und Schüler und lade Klassen zum Besuch der Stroke-Unit ein.

Von Roland Heinrich

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