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Schkeuditz Sauna und Finsternis in der „Sonne“
Region Schkeuditz Sauna und Finsternis in der „Sonne“
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19:17 07.06.2010
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Schkeuditz

Illusive Circus machte letztendlich das Rennen.

Die Finsternis in der „Sonne“ versprach Arvid Loki mit grunzender Stimme vor seinem Auftritt. Der mit Arbeitsschuhen besohlte, schwarz gekleidete 19-Jährige zündete mit seinen gleichaltrigen Bandkollegen daraufhin ein wahres Klanggewitter in der derben Gangart Metal ab. Der Sänger mit der tiefen Stimme heißt bürgerlich Max Degen. In der Loki-Rolle darf’s dann auch ein bisschen weiße Schminke und ein roter Schlips sein. Während der Binder auch den heftigsten Bewegungen seines Trägers standhielt, verabschiedete sich die Schminke schon nach dem ersten Song. Denn die Sonne schien tatsächlich in der „Sonne“, in Form von wärmespendenden Scheinwerfern. So verwandelte sich das Kulturhaus in eine fröhlich beschwipste Sauna.

30 Minuten ging jede Band auf die Planken, um sich der dreiköpfigen Jury zu stellen. Künstleragent Edgar Lahrius-Bergmann, Moderator Norbert Zschörnig und Oberbürgermeister Jörg Enke bewerteten an diesem langen Abend die Auftritte der Nachwuchsbands. Bei der dritten Auflage war nicht einmal ein Vorausscheid nötig, da sich lediglich fünf Bands beworben hatten. „Wir hätten auch reinfallen können“, gestand Kulturhauschef Volker Mönnig, „aber die Qualität der Bands war sehr hoch.“

Ins Rennen gingen neben Arvid Lokis Truppe RORC, Illusive Circus, Kopfgeld, Pub ’n’ Steel und die Ekla-Tanten. Der mit musikalischen Illusionen spielende Zirkus aus Radebeul machte das Rennen. Ihr Appell nach dem Auftritt wurde erhört. Da bat Sänger Dominique Brinke händeringend um Auftritte und eine Möglichkeit, eine CD aufzunehmen.

Die Sieger haben sich der melodischen Rock-Musik á la Dream-Theatre verschrieben. Also jener Musik, die einer Rock-Oper gleicht. „Die hohe musikalische Qualität war erstaunlich“, bescheinigte Lahrius-Bergmann, „und das bei einem Durchschnittsalter von 22 Jahren. Dem schlossen sich Manuel Weiße von den Ekla-Tanten und Sebastian Hoppe von RORC an. Die beste Bühnenshow boten neben den düsteren RORC-Kerlen die Tanten aus Wiedemar, die kurzerhand alle Anwesenden zum Wellemachenlassen nach oben holten. Aber auch Pub ’n’ Steel und Kopfgeld bescheinigte die Jury ein sehr gutes Niveau. Vier Bands wurden mit einem 150-Euro-Musikladen-Gutschein getröstet. Zudem versprach Enke der noch namenlosen Vorband aus der Lessing-Mittelschule diese mit seinem Keyboard zu unterstützen.

Alexander Bley

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