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Schkeuditz Schenkung an Schkeuditz ermöglicht Jubiläumsfeier
Region Schkeuditz Schenkung an Schkeuditz ermöglicht Jubiläumsfeier
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15:53 13.10.2009
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Schkeuditz

Die Aufzeichnungen seien noch nicht an ihrem vorgesehenen Platz, so Enke. Einen kurzen geschichtlichen Abriss gab er dann aber doch: In den 30er Jahren in einer Drogerie am Markt beheimatet, zog die Stadtbibliothek nach dem Zweiten Weltkrieg in das heutige Einwohnermeldeamt. Regale abzulaufen sei hier aber nicht möglich gewesen, da diese nicht öffentlich zugänglich waren. Erst 1969 wurde im neuen Gebäude in der Halleschen Straße die Freihand-Ausleihe angepriesen. Mit der Erweiterung um zwei Räume wurde hier 1986 erstmals eine Kinderabteilung in der Bücherausleihe eingerichtet, erzählte Enke weiter. „Die Zimmer waren niedrig, dunkel und feucht“, beschrieb er den damaligen baulichen Zustand. So sei es gekommen, dass die Bibliothek 1989 aus baupolizeilichen Gründen habe schließen müssen.

Der Schauspieler und Autor Peter Sodann erzählt in der Schkeuditzer Stadtbibliothek aus seinem Leben. Quelle: Roland Heinrich

„Hier kam aber die Wende dazwischen“, erwähnte Enke. Die anschließende Suche nach einer geeigneten neuen Unterbringung gestaltete sich schwierig. „Die Künstlerin Edith Müller erfuhr von der Suche und schenkte der Stadt ihr Elternhaus“, freut sich Enke noch heute. Ihr habe es die Stadt zu verdanken, dass nach Umbauten am 10. Oktober 1994 die Stadtbibliothek öffnen konnte.

Gleich an vier unterschiedlichen Orten wurde nun die Jubiläumsfeier begangen. „Wir haben uns etwas ganz Besonderes ausgedacht“, freute sich Bibliotheksleiterin Angelika Diedrich. Unter dem Motto „Tat-Orte erleben“ waren kriminalistische Stücke, Lesungen und ein Hörspiel zu vernehmen. Zunächst spielte das Wehlitzer Burgtheater herzerfrischende Kriminal-Episoden mit einem gewissen Augenzwinkern. Die „Dampf-Fabrik“ von Jürgen Thiem bot dafür ein ansprechendes und geeignetes Ambiente.

Eine Lesung mit dem in Halle geborenen und in Leipzig lebenden Schriftsteller Volly Tanner schloss sich im Straßenbahndepot an. Tanner gilt als einer der wichtigsten ostdeutschen Vertreter des Social Beat.

Prädestiniert für das Motto der Feierlichkeiten schien der allseits bekannte Peter Sodann, der als Tatort-Kommissar Bruno Ehrlicher in Leipzig in 45 ARD-Folgen Verbrechen aufdecken durfte. Der 73-jährige Hallenser Sodann sollte eigentlich aus seinem Buch „Keine halben Sachen“ lesen. Der Abend in den Räumlichkeiten der Bibliothek in der Bahnhofstraße gestaltete sich indes zu einer philosophischen Betrachtung gesellschaftlicher Verhältnisse und des Menschen an sich aus Sicht Sodanns. Nicht weniger interessiert verfolgte das rund 30-köpfige Auditorium Episoden aus seiner älteren und jüngeren Vergangenheit. Etwa zehn Minuten las er dann doch noch aus seinem autobiografischen Buch. Das anschließende Hörspiel mit Peter Schilling unter dem Sternenhimmel des Astronomischen Zentrums rundete am vierten „Tat-Ort“ die Bibliotheksfeier ab.

Roland Heinrich

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