Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Schkeuditz Schkeuditz: Friedensrichter geht, Wachdienst für Streifendienst kommt
Region Schkeuditz Schkeuditz: Friedensrichter geht, Wachdienst für Streifendienst kommt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:00 07.07.2018
Während Oberbürgermeister Rayk Bergner (rechts) dem scheidenden Friedensrichter Wolfgang Händler anerkennend Dank sagt, bedankt sich Bürgermeister Lothar Dornbusch bei dessen Stellvertreterin Gina Schallert, die anschließend zur neuen Friedensrichterin gewählt wurde. Quelle: Foto: Roland Heinrich
Anzeige
Schkeuditz

In geheimer Wahl hatten 18 der anwesenden 20 Räte Dornbusch ihre Stimme gegeben. Der noch bis 31. August amtierende Bürgermeister wird in der Stadtratssitzung Ende August erneut vereidigt werden, informierte Oberbürgermeister Rayk Bergner (CDU). Erst nach der Gratulation zur erneuten Wahl und auf Zuruf aus den Reihen der Stadträte bestätigte der etwas angespannt wirkende 64-Jährige: „Ich nehme die Wahl an.“

Gina Schallert ist jetzt Friedensrichterin

Auf eigenen, schon mehrfach geäußerten Wunsch wurde am Donnerstagabend dann der Friedensrichter Wolfgang Händler in den Ruhestand verabschiedet. Seit zehn Jahren und über zwei Amtszeiten war Händler als Friedensrichter ehrenamtlich im Einsatz. Noch bis Oktober ist der heute 75-Jährige im Amt. Bergner und Dornbusch bedankten sich für die geleistete Arbeit und wiederholten gleiches auch bei der Stellvertretenden Friedensrichterin Gina Schallert. „Damit die Arbeit auch in der Öffentlichkeit Beachtung erfährt, wird Herr Händler im nächsten Stadtrat einen kurzen Bericht zu den Fällen und Vorkommnissen abgeben“, kündigte Bergner an.

Bei der Wahl der neuen Friedensrichterin bestanden die Stadträte nicht auf einer geheimen Abstimmung: Einstimmig wählten sie die bisherige Stellvertreterin Schallert zur neuen Friedensrichterin. Sie hatte sich als einzige um das Amt beworben. „Es wäre nicht schlecht, wenn wir wieder einen Stellvertreter oder eine Stellvertreterin hätten“, warb Ordnungsamtsleiter Michael Winiecki um ehrenamtliches Engagement.

Nächtliche Streifen für mehr Sicherheit

Diskussion gab es dann zu einem Beschluss, der wohl hauptsächlich dem Sicherheitsgefühl der Schkeuditzer geschuldet ist: Für eine Probezeit von sechs Monaten soll ab dem 1. September eine private Wach- und Schließgesellschaft beauftragt werden, die täglich in den Wohngebieten im Bereich Flughafen-, Bahnhof- und Schreberstraße sowie am Markt nachts, zwischen 22 und 6 Uhr Streife läuft. 35 600 Euro soll diese Maßnahme zunächst kosten, wobei die Vereinigte Leipziger Wohnungsgenossenschaft (VLW) und die Schkeuditzer Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft (SWVG) zusammen 15 850 Euro tragen.

„Ich halte das nicht für sinnvoll. Das ist Aufgabe der Polizei. Wir geben hier öffentliche Gelder aus“, sagte Grünen-Stadtrat Oliver Gossel. Wenn die Wohnungsgesellschaften ein Sicherheitsbedürfnis haben, sollten sie auch selbst dafür zahlen. „Ich halte das für eine sinnlose Ausgabe“, ergänzte Gossel. Stadtrat Frank Sachsenröder (Freie Wähler Dölzig) gestand: „Ich muss mich Herrn Gossel anschließen. Wir baden hier Versäumnisse des Freistaates aus.“ Auch Michael Jung von der CDU müsse in Teilbereichen zustimmen. Aber: „Wir sollten etwas für die Sicherheit tun.“ Jung regte an, auch Kontakte des Sicherheitsdienstes zu veröffentlichen, „damit sie bei Bedarf auch an andere Stellen gerufen werden können.“

“Stadt hat Verpflichtung“

Auch SPD-Stadtrat Dieter Schöne pflichtete Gossel bei: „Es ist sicher, dass der Freistaat hier versagt hat.“ Jedoch handele es sich bei der Beauftragung des Sicherheitsdienstes um eine Probezeit und auch als Stadt habe man eine Verpflichtung, weshalb er für den Beschluss stimmen werde. Linken-Fraktionschef Reiner Ehnert stimmte seinem Vorredner zu und ergänzte, dass man ja auch noch Finanzpartner im Boot habe. Petra Groß (CDU) betonte dann die Notwendigkeit des Beschlusses. „Wer nicht dort wohnt, kann sich nicht vorstellen, was da passiert.“ Bewohner hätten Angst. Mit fünf Gegenstimmen wurde die Beauftragung mehrheitlich beschlossen.

Von Roland Heinrich

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Am helllichten Tag haben sich zwei Motorradfahrer bei Leipzig ein illegales Rennen geliefert – und wurden von der Polizei gestoppt. Die beiden Biker hatten versucht, mit maximaler Geschwindigkeit in Schräglage zu fahren.

06.07.2018

Rund 50 Veranstaltungen bieten die Stadt Schkeuditz und Vereine im Rahmen des Ferienpasses an. Auch in diesem Jahr ist der Zuspruch groß, so wie bei dem Zeltlager in Dölzig.

09.07.2018

Eis aus eigener Herstellung gibt es seit Mittwoch im Schkeuditzer Ortsteil Hayna. Dort, in der knapp 200 Seelen Gemeinde, hat Uta Zwiener ihre Eismanufaktur eröffnet.

05.07.2018
Anzeige