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Schkeuditz Schkeuditz bekommt neues Wohnviertel im alten Stadtkern
Region Schkeuditz Schkeuditz bekommt neues Wohnviertel im alten Stadtkern
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00:25 01.01.2016
Noch wird das Eckgrundstück an der Amtsgasse und der Ringstraße als Parkplatz genutzt. Damit dürfte es demnächst vorbei sein. Quelle: Foto: Roland Heinrich
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Schkeuditz

Die Baulücken in der Schkeuditzer Innenstadt werden allmählich rar. Jetzt gibt es für eine weitere, noch unbebaute Fläche im Zentrum konkrete Pläne: Auf dem leeren Eckgrundstück, welches im alten Stadtkern von der Ringstraße und der Amtsgasse begrenzt wird, soll eine Kleinstwohnanlage neu gebaut werden. „Wir wollen im Frühjahr beginnen und wenn möglich zum Ende des Jahres fertig sein“, berichtete Christiane Löser.

Die Sachverständige für Grundstücks- und Wohnungswirtschaft ist seit 1994 in der Immobilien-Branche tätig und hat mit ihrem Team schon verschiedenste Projekte auch in der näheren Umgebung von Schkeuditz umgesetzt. Dabei habe sie immer darauf geachtet, dass die neuen Bau-Objekte nicht zu groß angelegt werden. „Es bringt nichts, wenn man auf vorhandenen Quadratmetern so viel Mieter oder Eigentümer wie möglich unterbringt, die sich am Ende nicht wohl fühlen oder durch die Vielzahl von Mitbewohner dann womöglich nicht so gut verstehen“, sagte Löser. Deshalb bevorzuge sie Projekte mit einer überschaubaren Anzahl an künftigen Wohnungsnutzern.

Das Grundstück hatte die Sachverständige in diesem Jahr aus privater Hand erwerben können. Was sie mit ihrem Architektenteam dann an Plänen der Stadtverwaltung präsentierte, stieß dort durchaus auf Wohlwollen, berichtete die 72-Jährige Bauherrin mit ein wenig Stolz. Und tatsächlich scheint der Mix aus Eigentumswohnungen und Reihenhäuschen auf dem Papier passend: Variationen bei der Fassaden- und der Dachhöhengestaltung sorgen für Auflockerung. Als Besonderheit ist eine in das Ensemble eingefügte und überbaute Durchfahrt in den Innenhofbereich geplant, die sich augenscheinlich in den historischen Stadtkern einfügt.

„In dieser Kleinstwohnanlage sollen insgesamt nur wenig Eigentümer wohnen“, betonte Löser. Erste Gespräche mit ernsthaft Interessierten seien schon geführt worden. Doch Interessenten könnten sich noch melden. Zu jeder Wohneinheit gehöre eine Garage beziehungsweise ein Carport sowie ein Stellplatz. Die Reihenhäuser sollen einen kleinen eigenen Grundstücksanteil erhalten. Für jede Wohneinheit ist eine große Terrasse beziehungsweise ein großer Balkon vorgesehen, berichtet die Bauherrin von den Plänen.

Die Größe des kleinen Wohnviertels oder vielmehr die Anzahl der Bewohner schreibt neben dem Grundstück von etwa 1000 Quadratmetern auch der Bebauungsplan vor. So dürfen an jener Stelle nur zweigeschossige Gebäude mit Satteldach und dabei ausgebautem Dachgeschoss errichtet werden. Dadurch befinden sich die geplanten Häuser in etwa der Höhe der unmittelbaren Nachbarbebauung. Obwohl in direkter Nachbarschaft vorhanden, sind freistehende Einfamilienhäuser im alten Stadtkern nicht mehr zulässig.

Bis zum Baubeginn im Frühjahr können in gewissem Umfang noch eigene Vorstellungen zur Wohnungsgröße und -ausstattung berücksichtigt werden, meinte die Bauherrin. Wegen der nur zweigeschossigen Bauweise und der damit verbundenen geringen Anzahl an Treppenstufen könnte das innerstädtische Neubau-Objekt auch für ältere Personen interessant sein, ist Löser überzeugt.

Übrigens: Bei der erwähnten Bebauung in der Ringstraße/Amtsgasse handelt es sich um einen ersten Bauabschnitt. Ebenfalls in der Ringstraße – an der Rückseite des Netto-Marktes – hat die Sachverständige nämlich ein weiteres, etwa gleichgroßes Grundstück gekauft. „Das soll in einem zweiten Bauabschnitt bebaut werden“, verkündete sie.

Weitere Informationen gibt es unter den Telefonnummer 0341 4612606 oder 0171 9919953 beziehungsweise per E-Mail an christiane.loeser@gmx.de.

Von Roland Heinrich

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