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Schkeuditz Schkeuditz bildet Unternehmer weiter
Region Schkeuditz Schkeuditz bildet Unternehmer weiter
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09:53 13.06.2016
Jens Beier (links) erklärt die Arbeitsweise der CNC-gesteuerten Fräsmaschine im Berufsschulzentrum in Schkeuditz. Quelle: Foto: Roland Heinrich
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Schkeuditz

„Ich bin sehr dankbar, dass es diesen Kurs jetzt geben kann und auch gibt“, sagte Jens Mantke, Innungsobermeister der Tischlerinnung Sachsen und selbst Inhaber einer Tischlerei in Taucha. Wovon er spricht, ist im Allgemeinen ein Novum für die sächsischen Berufsschulzentren (BSZ) und im Konkreten ein Kurs für Unternehmer, der zur Arbeit mit computergestützten CNC-Fräsmaschinen Wissen vermittelt.

„Bisher war ein Schulzentrum ausschließlich Ansprechpartner während der Ausbildung. Mehr war bisher auch nicht zulässig. In Schkeuditz startet nun dieses Pilotprojekt, das über die klassische Ausbildung hinausgeht“, sagte der Direktor der Sächsischen Bildungsagentur, Béla Bélafi. Erstmals war er neben dem Beigeordneten des Landkreises Nordsachsen, Ulrich Fiedler, und dem Amtsleiter des Schul- und Liegenschaftsamtes, Uwe Kupfer, zur Unterzeichnung einer entsprechenden Kooperationsvereinbarung in das BSZ nach Schkeuditz gekommen.

„Unsere Lehrlinge werden an der CNC-Maschine ausgebildet“, sagte Mantke. Aber dieses Wissen könnten sie den Unternehmern nicht vermitteln. „Wir als Chefs müssen aber über Anschaffung und Ausstattung solcher Maschinen entscheiden“, fügte der Tischlermeister hinzu. Deshalb bestehe seitens der Firmen großes Interesse an einer derartigen Qualifizierung, die jetzt im Schkeuditzer BSZ möglich ist. Bisher mussten für derartige Weiterbildungen sehr weite Wege in Kauf genommen werden. Zum Schkeuditzer BSZ habe bisher immer ein guter Kontakt bestanden. „Es lag also nahe, hier einmal über Möglichkeiten zu sprechen. Wir müssen bei der technischen Entwicklung am Ball bleiben, sonst werden wir überrollt“, fasste es Mantke zusammen.

Ein erster Kurs hat gestern auch begonnen. „Am Freitag und Sonnabend dieser und nächster Woche findet der statt. Es ist sozusagen die Null-Runde“, sagte Jens Beier, der Fachlehrer im Schkeuditzer Haus und Tischlermeister ist. Beier übernimmt den praktischen Teil bei der Qualifizierung der Unternehmer. An einer im Jahr 2008 im BSZ angeschafften CNC-Fräsmaschine erklärt er deren Funktions- und Arbeitsweise sowie technische Möglichkeiten. „Es ist nicht mehr das neuste Modell, weshalb wir über eine neue und vielleicht auch größere Maschine nachdenken“, verriet der Fachlehrer.

Mit dem Fachbereichsleiter Falk Zukowski und dem -lehrer Frank Werner hat Beier den Kurs für die Unternehmer entwickelt. „Dieser Einsatz zeigt auch das Engagement der Kollegen“, unterstrich Schulleiter Dietrich Lehne. In relativ kurzer Zeit – erst seit Februar gelten die neuen Bestimmungen, die den jetzigen Pilotkurs ermöglichen – sei der mit einigem zeitlichen Aufwand ins Leben gerufen und inhaltlich vorbereitet worden.

Die in der Änderung befindliche Schulgesetzgebung sehe vor, den Schulleitern mehr Kompetenzen in die Hände zu geben, betonte Bélafi. Das begrüßte Lehne ausdrücklich und betonte, dass gerade an den BSZ die Lehrersituation eine andere als an klassischen Schulen sei. Die Frage nach einer Erweiterung der finanziellen Spielräume befürwortete Lehne. So versuche das BSZ, auch immer wieder Spezialisten zur Erweiterung der Ausbildung zu verpflichten.

Von Roland Heinrich

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