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Schkeuditz bringt Innenstadt-Entwicklung voran

Kommune erwirbt Flächen in der Kernstadt Schkeuditz bringt Innenstadt-Entwicklung voran

Schkeuditz hat am Immobilien-Markt zugeschlagen und besitzt nun ein neues Filet-Grundstück in beachtlicher Größe. Nach und nach hat Schkeuditz in der Friedrich-Ebert-Straße, am Markt und an der Amtsgasse gekauft und nun zwei letzte zentrale Teilgrundstücke erworben. Jetzt soll das Gelände entwickelt werden.

Eine gut 3200 Quadratmeter große Fläche am Schkeuditzer Markt ist nun komplett in städtischem Besitz. Nun will die Stadt Bedarfe ermitteln und eine Machbarkeitsstudie erstellen lassen.

Quelle: Roland Heinrich

Schkeuditz. Ein neues Filet-Grundstück in beachtlicher Größe ist in Schkeuditz entstanden und befindet sich nun im Besitz der Stadt. Nach und nach hat Schkeuditz in der Friedrich-Ebert-Straße, am Markt und an der Amtsgasse gekauft und nun zwei letzte zentrale Teilgrundstücke erworben. Entstanden ist eine große, zusammenhängende Fläche benachbarter Grundstücke. „Ich war am Montag in Hannover und habe dort den Notar der bisherigen Eigentümerin aufgesucht, um den Vertrag zu unterzeichnen“, informiert Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler) zu einem letzten komplettierenden Erwerb. Einhundertprozentig ist Schkeuditz indes noch nicht Eigentümer. „Es fehlt noch der Grundbucheintrag, der ist ausschlaggebend“, sagte Enke. Eine notarielle Auflassungserklärung, die jetzt unterzeichnet wurde, sei als Voraussetzung nun aber vorhanden.

Schon 2007 hatte es einen vom Oberbürgermeister angeschobenen Stadtratsbeschluss zum Erwerb der innerstädtischen Flächen gegeben. Nun soll jenes, gut 3200 Quadratmeter großes Filet-Grundstück im Sinne einer positiven Stadtentwicklung vorangebracht werden. „Wir haben ein Planungsbüro beauftragt, welches ein entsprechendes Konzept erarbeiten soll“, sagte Enke. Höchstselbst agiert er bei der Erstellung dieser Machbarkeitsstudie quasi als Zulieferer für das Planungsbüro. Im städtischen Amtsblatt rief Enke dazu auf, sich bezüglich des Grundstückes bei ihm zu melden. Anfragen, Interessenbekundungen und Vorstellungen landen seitdem auf seinem Schreibtisch.

Nein, dass sich ein Oberbürgermeister trotz beauftragtem Planungsbüro solcher Aufgaben annimmt, sei nicht ungewöhnlich, hatte Bürgermeister Lothar Dornbusch (Freie Wähler) geäußert. „Wir sind eine recht kleine Stadt. Es geht um die Entwicklung einer zentralen Fläche und nicht um konkrete Bauplanungen. Das ist Stadtentwicklung“, erklärte Dornbusch. Zudem war der Posten des entsprechenden Amtsleiters nach dem Weggang von Frank Wenzel im letzten Jahr nicht wieder neu besetzt worden und liegt nun in Aufgabenform beim Verwaltungschef.

„Es gibt Anfragen von Wohnungssuchenden und von Kleingewerbetreibenden, also Büroraumsuchenden“, teilte Enke erste Resultate seines Aufrufes mit. Potenzial biete die Fläche in jeder Hinsicht. „Ich gehe davon aus, dass die Entwicklung der Fläche auch Auswirkungen auf andere Grundstücke haben wird“, sagte das 51-jährige Stadtoberhaupt und hofft für andere Baulücken, die es am Markt gibt, auf Synergieeffekte. Die Stadt könne sich aber eben nur jener Großgrundstücke annehmen und muss bei den Kleinflächen auf private Initiative hoffen. Wie etwa bei der Baulücke Markt 7.

„Es gibt keine konkrete Anfragen. Ich bin zugegebenermaßen etwas ratlos. Wir haben bei der Bewerbung alle Schritte unternommen“, sagte Astrid Veit von der Domus Bau GmbH gestern auf Anfrage der LVZ fast verzweifelt. Jene Firma will seit 2010 die Baulücke am Markt mit einem Neubau schließen, vorausgesetzt es finden sich zwei Käufer für die beiden geplanten Eigentumswohnungen. Gründe, weshalb die Schkeuditzer in Sachen Wohneigentum in bester Lage nicht zuschlagen, kann Veit nicht nennen. Auch, ob eine Bebauung der städtischen Großfläche positive Effekte auf ihr Projekt haben wird, vermag sie nicht zu sagen.

Recht zufrieden ist indes Christiane Löser. Wie berichtet, plant sie in der Ringstraße, Ecke Amtsgasse eine Kleinstwohnanlage mit Eigentumswohnungen zu bauen. Zwei Käufer sucht auch sie noch: „Ich gehe aber davon aus, dass das funktioniert. Ich glaube, dass auch Schkeuditz vom Leipzig-Boom mitgenommen wird.“

Von Roland Heinrich

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