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Schkeuditz Schkeuditz fordert Erhalt des Reviers
Region Schkeuditz Schkeuditz fordert Erhalt des Reviers
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15:48 17.07.2015
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In dieser werden alle zuständigen Stellen dazu aufgefordert, die aktuellen Überlegungen zur Polizeireform in Bezug auf den Bedarf der Großen Kreisstadt einer Prüfung und einer Korrektur zu unterziehen.

„Ihr wisst wohl nicht, was hier los ist“, echauffierte sich Stadtrat Werner Dreßler (Freie Wähler). Des Öfteren werde er von der Polizei gerufen, um an Wohnungen Notöffnungen vorzunehmen. „Da geht es oft um Minuten, wenn hinter der Tür jemand bewusstlos liegt“, sagte er. Kurze Einsatzzeiten seien bei einem Revier in Leipzig-Nord aber nicht mehr garantiert.Dieses soll, so erklärte es Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler), für Schkeuditz und Taucha zuständig werden. Momentan sind die Reviere Delitzsch und Eilenburg für die Städte zuständig. „15 bis 20 oder mehr Minuten bis zum Eintreffen der Polizei können vergehen“, sagte Enke. Das sei nicht akzeptabel.

„Ich hätte gern ein eigenes Revier“, äußerte Dölzigs Ortsvorsteher Lothar Böttcher (Freie Wähler Dölzig). Jedes Wochenende seien im Gewerbegebiet um die Discothek Polizisten im Einsatz. „Dort wird nicht nur Brausepulver verkauft“, sagte er. „Die Zahl der Straftaten ist zwar gravierend geringer als die Leipzigs“, meinte Enke. Daraus aber zu schlussfolgern, man könne hier abrüsten, sei fatal. Und wenn in Leipzig ein Einsatz rufe, dann müsse Schkeuditz eben warten. „Ein Körper kann nicht zeitgleich an zwei Orten sein“, bemühte Enke die Physik.

Auch Ordnungsamtsleiter Michael Winiecki bestätigte eine positive Entwicklung der Kriminalstatistik in den letzten zehn Jahren, begründete dies aber mit den kurzen Einsatzwegen. „Ein Polizei-Posten, wie er momentan für Schkeuditz geplant ist, bedeutet aber, dass lediglich zwei Bürger-Polizisten tagsüber vor Ort sind“, klärte er auf. Nachts stünde in Schkeuditz nur noch die Immobilie. Der Kriminaldienst und der Streifendienst würden komplett nach Leipzig gehen. „Bei einer Anzeige kann man dann in Leipzig anrufen und einen Termin für den nächsten Tag ausmachen oder gleich hinfahren oder ein Streifenwagen, so denn einer frei ist, kommt nach Schkeuditz“, klärte Winiecki auf.

Neben möglicher Kriminalitätssteigerung sieht der Stadtrat auch die Gefahr eines weiteren Bedeutungsverlustes der Großen Kreisstadt mit etwa 83 Quadratkilometern kommunaler Fläche. Ausdrücklich erachtet er es deshalb für unabdingbar, dass das Polizeirevier in Schkeuditz erhalten bleibt.

Roland Heinrich

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