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Schkeuditz hält am "Doppel-Gymnasium" fest

Schkeuditz hält am "Doppel-Gymnasium" fest

Wie berichtet, hat die Stadt Markranstädt bei der Landesdirektion die Auflösung der Zweckvereinbarung über die Trägerschaft des Gymnasiums Schkeuditz mit dem Haus Markranstädt beantragt.

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Schkeuditz will das städtische Gymnasium noch nicht eigenständig betreiben.

Quelle: Roland Heinrich

Schkeuditz. Spätestens zum Schuljahr 2017/2018 solle das passieren. "Markranstädt spricht in dem Antrag von Unzumutbarkeit", teilte Horst Winkler, Dezernent im Landratsamt (LRA) Nordsachsen, mit. Der Landkreis fungiert derzeit als Träger der ehemals eigenständigen Gymnasien in Schkeuditz und Markranstädt.

"Wir möchten die Kooperationsvereinbarung beibehalten. Der Zeitpunkt für eine Eigenständigkeit ist noch zu früh", sagte Winkler. Gerade mal im letzten Jahr seien die Schülerzahlen für eine Dreizügigkeit ausreichend gewesen. Noch im Vorjahr bewegte man sich mit 60 Schülern am unteren Ende, musste um Zugänge werbend sogar noch mal Klinken putzen gehen. Stabile Schülerzahlen müssen sich zuerst nachhaltig entwickeln, bevor man über eine Eigenständigkeit redet, argumentierte Winkler.

Um die Gymnasien an beiden Standorten zu erhalten, ist die Kooperation 2001 zwischen Schkeuditz, Markranstädt und dem damaligen Landkreis Delitzsch geschlossen worden. "Wäre das nicht passiert, würden wir heute weder über ein Markranstädter noch über ein Schkeuditzer Gymnasium reden", sagte Winkler. Markranstädt formulierte damals den Willen, das eigene Gymnasium so führen zu wollen, als wenn es ein eigenständiges wäre. "Dem Wunsch haben wir entsprochen und dann mit der Vereinbarung den Mitwirkungsentzug abgewehrt", erzählte Winkler.

Die Stadt Markranstädt nennt den Zustand nun "unzumutbar", weil ihr in der Zeit zwischen 2003 und 2014 rund 360 000 Euro Zuschüsse entgangen wären, die die Stadt aber bekommen hätte, wenn sie selbst Schulträger des Gymnasiums gewesen wäre. "Der Landkreis bekommt vom Freistaat eine Zuwendung pro Schüler", sagte der LRA-Dezernent. Diese Zuwendung pro Schüler wird auf das Gymnasium Markranstädt eins zu eins weitergereicht. Während die Gymnasien Nordsachsens nach Bedarf zusätzliche Haushaltsmittel vom Landkreis erhalten, kann Markranstädt auch wegen der Zugehörigkeit zum Landkreis Leipzig keine Gelder aus Nordsachsen erhalten. Um welche Summe es da geht, kann Winkler nicht sagen. Die Berechnung Markranstädts sei aber eine theoretische.

Weshalb sich Markranstädt nun an die Landesdirektion gewandt hat, liegt an der Kooperationsvereinbarung an sich: Die Zweckvereinbarung unterliegt den Vorschriften des Sächsischen Schulgesetzes und des Sächsischen Gesetzes über Kommunale Zusammenarbeit. "Deshalb müssen alle Unterzeichner einer Auflösung zustimmen", sagte Winkler. Schon eine Ablehnung reiche.

Neben dem Landkreis aber ist auch Schkeuditz gegen eine Auflösung der Vereinbarung. "Ich habe da schon mehrfach drauf hingewiesen: Die Geburten werden in den kommenden Jahren nicht unerheblich zurückgehen", sagte Bürgermeister Lothar Dornbusch. Beide Häuser aber hätten mit Fördergeldern Investitionen getätigt. Dafür gebe es etwa 25 Jahre eine Nutzungsbindung. Wenn die nicht eingehalten werde, weil Schülerzahlen nicht ausreichen, müsse man mit Zins und Zinseszins Fördergeld zurückbezahlen. "Das Jahr 2020 ist da zu kurz gedacht", sagte Dornbusch. Nur bis zu jenem Jahr nämlich schaue Markranstädt in ihrem Antrag bezüglich der Schülerzahlen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.07.2015
Roland Heinrich

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