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Schkeuditz Schkeuditz muss fast 100.000 Euro zusätzlich ausgeben
Region Schkeuditz Schkeuditz muss fast 100.000 Euro zusätzlich ausgeben
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13:54 22.12.2016
So kann es aussehen, wenn wie hier im Innenhof der Flughafenstraße eine Laterne umgefahren wird. Quelle: Foto: Stadtverw. Schkeuditz
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Schkeuditz

Die Stadt Schkeuditz hat zusätzliche Ausgaben, die vorher nicht im Haushalt eingeplant waren. Deshalb hat der Stadtrat auf seiner jüngsten Sitzung überplanmäßige Ausgaben von insgesamt fast 100 000 Euro einstimmig beschlossen. Zwei Gründe gibt es für das zusätzlich notwendige Geld.

Die Stützwand im Bereich der Mühlstraße 28 war von der Stadt in diesem Jahr aufwendig erneuert worden: Zuvor hatte eine Fußgängerrampe in Vorbereitung auf den geplanten Straßenausbau entfernt werden müssen. Damit war die Stabilität des anliegenden Grundstückes und des Hauses nicht mehr gegeben (die LVZ berichtete). Die jetzt um gut 63 000 Euro höheren Kosten für dieses Bauprojekt erklären sich zum einen mit dem Doppelhaushalt selbst. Als der nämlich 2014 erstellt wurde, gab es noch keine abgeschlossenen Planungen, was bedeutete, dass auch die Baukosten noch nicht benannt werden konnten. Erst 2015 wurde der Fördermittelantrag mit den nötigen Planungsunterlagen gestellt.

Zum anderen hat die Baufirma im Verlauf der Arbeiten fünf Nachträge in Höhe von gut 40 000 Euro gestellt. Diese Nachträge seien vom Fördermittelgeber, dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv), geprüft und eine 90-prozentige Förderung in Aussicht gestellt worden. Inhaltlich ging es bei den Nachträgen um zusätzliche Kernbohrungen für Düsenstrahlarbeiten, um Kampfmittelsondierung, um Fenstergitter und Zaun als Absturzsicherung sowie um die Fassadendämmung des Gebäudes. Weiterhin würden noch zusätzlich rund 23 000 Euro für die Schlussrechnung der Bauausführung sowie für die Planung und Bauüberwachung als zusätzliche Kosten erwartet.

Unterm Strich kommt Schkeuditz bei der Stützwand womöglich aber günstiger weg. Das erklärt sich mit einer erwarteten Erhöhung der Fördermittel: Bisher waren für das Projekt 256 700 Euro im Haushalt eingestellt. Bei einer Förderung von 165 000 Euro rechnete man in Schkeuditz mit einem Eigenanteil von 91 000 Euro. Jetzt liegen die Gesamtkosten bei 320 000 Euro und 231 200 Euro werden an Fördermitteln erwartet, was den städtischen Anteil um 2900 Euro schmälern würde.

Das fehlende Geld werde nun vom Konto für den Fußwegebau entlang der innerörtlichen Bundesstraße 186 genommen. Der Ausbau der Mühlstraße durch das Lasuv verschiebt sich auf die Jahre 2018/19, heißt es. Eingeplant war das Geld bei der Stadt aber bereits. Das soll nun für die besagten Jahre neu eingeplant werden.

Auch bei der Straßenbeleuchtung muss Schkeuditz tiefer in die Tasche greifen: „In diesem Jahr wurden in Schkeuditz 18 Leuchtpunkte zerstört“, wies Bauamtsleiter Wolfgang Walter hin. Im Klartext bedeutet das, dass Masten umgefahren wurden. In den Vorjahren seien es nur vier bis sieben Leuchtpunkte gewesen. „Acht Täter konnten durch die Polizei ermittelt werden“, berichtete Walter. Dort werde geprüft, inwieweit die Täter in Haftung genommen werden können. Bei zehn Masten aber fehle jeder Hinweis auf die Verursacher. Bei einem Leuchtpunkt geht man von 2500 Euro Kosten aus, gab Walter an. Weitere Kosten verursachte eine in diesem Jahr erstmals durchgeführte Mastprüfung bei fünf Prozent des Gesamtbestandes.

Diese Prüfung, so erklärte es der Bauamtsleiter, sei von der Versicherung verlangt und müsse auch in den nächsten Jahren durchgeführt werden. In diesem Jahr schlage die Prüfung mit gut 10 000 Euro zu Buche. Insgesamt werden etwa 34 500 Euro zusätzlich gebraucht, die nun von den Konten für den Winterdienst, die Straßenunterhaltung sowie für Zuweisungen und Zuschüsse an Zweckverbände genommen werden.

Von Roland Heinrich

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