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Schkeuditz stellt Radverkehrskonzept auf

Fördermittel in Aussicht Schkeuditz stellt Radverkehrskonzept auf

Bis Jahresende muss Schkeuditz ein nach bestimmten Regeln des Freistaates vorgegebenes Radverkehrskonzept vorlegen. Sonst gibt es keine Fördermittel für die Sanierung der Strecken. Verwaltung und Stadtrat wollen auch mit Bürgern diskutieren.

Viel befahren, aber in einem desolaten Zustand: Die Radwegverbindung zwischen Modelwitz und dem Luppedamm.

Quelle: Olaf Barth

Schkeuditz. Damit Schkeuditz im nächsten Jahr pauschale Fördermittel für die Instandsetzung und Erneuerung von Radwegen erhalten kann, muss die Stadt zunächst noch einige Hausaufgaben erledigen. Konkret heißt das, es muss rechtzeitig vor Jahresende im Stadtrat eine Radverkehrskonzeption verabschiedet werden, die einer neuen Verwaltungsvorschrift des Freistaates Sachsen entspricht. Das erklärte am in der jüngsten Stadtratssitzung ausführlich der Schkeuditzer Ordnungsamtschef Michael Winiecki. Zugleich stellte er den aktuellen Arbeitsstand für diese Konzeption vor.

Künftig können zur Stärkung des Radverkehrs im Freistaat auch Fördermittel für Wald-, Feld- und Wiesenwege sowie für beschränkt öffentliche Wege beantragt werden. Vorausgesetzt, es liegt eine entsprechende Konzeption vor, in der sich anhand eines Lageplanes und konkreter Bestandsblätter die Radwegenetzstruktur für diese Wege erkennen lässt. Dass die Verwaltung damit schon ein ganzes Stück weit gekommen, machte Winiecki deutlich und bat die Stadträte um weitere Anregungen, Hinweise und Diskussionen. Zugleich verwies er darauf, dass Schkeuditz mit dieser Konzeption nicht beim Punkt Null anfängt, sondern dabei auf das im Dezember 2014 vom Stadtrat verabschiedete Verkehrskonzept der Stadt aufbauen kann. Denn darin sei bereits ein Radwegekonzept enthalten, dessen Datenlage sich in den letzten drei Jahren nicht verändert habe. Aufgrund der neuen Förderrichtlinie des Freistaates müsse dieses Konzept aber nachgearbeitet werden. Aber auch aus dem bisherigen Konzept seien bereits Konsequenzen gezogen worden. So gebe es schon mehr Querungshilfen auf Straßen für Fußgänger und Radfahrer sowie mehr ausgewiesene 30er Zonen in Wohngebieten. „In diesen Zonen müssen Radfahrer die Straße nutzen. Dort hat es aber nicht einen einzigen Unfall mit Radfahrern bisher gegeben. Diese Zonen sind für Radfahrer das Beste, was es gibt“, sagte Winiecki.

Nach seinen Ausführungen meldete sich unter anderem der Grünen-Fraktionschef Oliver Gossel zu Wort. Er hatte zahlreiche Vorschläge für Wege, die in die Netz- und Instandhaltungsplanung gehören. Da sich nun auf Bitten der Verwaltung die Fraktionen eine Meinung zu diesem Arbeitsstand der Radverkehrskonzeption bilden und weitere Vorschläge machen sollen, wollen die Grünen sich mit Bürgern treffen, die alltäglich mit dem Rad in der Stadt unterwegs sind. „Zum Beispiel der von vielen berufstätigen Radfahrern und Schülern genutzte Weg von Modelwitz zum Luppedamm ist oft eine einzige Schlammwüste und das größte Ägernis für Radfahrer. Hier muss etwas passieren“, forderte Gossel. Dem stimmte auch Winiecki zu.

Gossel und Fraktionskollegin Evelyn Hütel laden nun interessierte Bürger und/oder Radfahrer sowie andere Stadträte zu einer Diskussionsrunde am 18. Oktober ab 19 Uhr in die Kolonnaden am Rathausplatz ein. „Wir werden dort kurz das Konzept vorstellen und wollen dann die nötigen Schritte aus Sicht der Rad fahrenden Bürger diskutieren“, so Gossel. Es gebe einen großen Bedarf. Die schlechten Ergebnisse des Fahrradklimatests in Schkeuditz würden eine eindeutige Sprache sprechen. Gossel und Hütel wollen nun auch eine „Rad-Arbeitsgruppe“ gründen, die langfristig die Situation der Fahrradfahrer verbessern hilft. Gossel: „Dazu habe ich auch schon mit den Vertretern des Leipziger ADFC gesprochen, die gern zu einer ,Rad-Rundreise’ nach Schkeuditz kommen.

Hinweise an: rad-schkeuditz@web.de

Von Olaf Barth

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