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Schkeuditz Schkeuditz strebt für Gymnasium Kooperation mit Leipzig an
Region Schkeuditz Schkeuditz strebt für Gymnasium Kooperation mit Leipzig an
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13:53 19.05.2015
Schkeuditz ist vorsichtig, wenn es um die Eigenständigkeit des städtischen Gymnasiums geht. Noch besteht eine Zweckvereinbarung mit Markranstädt. Quelle: Roland Heinrich

Nun will Markranstädts neuer Bürgermeister Jens Spiske (Freie Wähler) genauso wie seine Vorgängerin Carina Radon (CDU) die Eigenständigkeit des dortigen Gymnasiums vorantreiben. Schon im Schuljahr 2016/2017 solle es so weit sein (die LVZ berichtete).

In Schkeuditz ist man in Sachen Eigenständigkeit des Gymnasiums wesentlich vorsichtiger: "Es stimmt zwar, dass die Schülerzahlen die letzten Jahre stabil waren und momentan auch sind. Guckt man aber auf die demografische Entwicklung, muss das nicht so bleiben", sagte Bürgermeister Lothar Dornbusch (Freie Wähler).

Nicht ohne Grund habe die Verwaltung jüngst auf die Entwicklung bei den Geburten und bei der Anzahl der sogenannten fertilen Frauen - Frauen im gebärfähigen Alter - hingewiesen und war zu dem Schluss gekommen, dass der Bevölkerungsanstieg in Schkeuditz von 2011 bis 2014 kein nachhaltiger sei. Der Anstieg der Einwohnerzahl sei hauptsächlich durch den Zuzug von Arbeitskräften entstanden.

Bei der Sächsischen Bildungsagentur Leipzig (SBAL) sieht man die Situation der beiden Gymnasien in Schkeuditz und Markranstädt positiv. "Wir freuen uns, dass die Schülerzahlen sich so entwickelt haben, dass man das Thema Eigenständigkeit auch diskutieren kann", sagte SBAL-Sprecher Roman Schulz gestern. Seit fast zwei Jahren würden dazu Gespräche zwischen den beiden Städten und dem Landkreis Nordsachsen geführt. Ein nächster Termin ist im April mit Beteiligung der Landesdirektion geplant, sagte Schulz. Zum Zeitplan der von Markranstädt angestrebten Eigenständigkeit wolle sich die SBAL nicht äußern.

Schkeuditz will sich, bevor es zu einem alleinigen städtischen Gymnasium kommt, in Sachen Planung auf sichererem Terrain bewegen. "Ich habe unseren Bürgermeister beauftragt, mit dem Sozialbürgermeister in Leipzig Gespräche zu führen", sagte Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler). Es sei kein Geheimnis, dass das Schkeuditzer Gymnasium auch von Messestädtern besucht werde. Enke stelle sich nun eine Kooperation mit Leipzig vor, die diese Tradition verlässlich mache. "Ich sehe dabei eine Möglichkeit, die Investitionen für Leipzigs Gymnasien in einem gewissen Rahmen begrenzen zu können", sagte Enke und meinte damit, dass Schkeuditz gern eine dauerhafte Zusage für eine Leipziger Klasse hätte. Eine solche Kooperation sei für beide Städte von Vorteil: Der Bedarfsplan für Leipzig würde reduziert und Schkeuditz hätte mit der Zusage einer Leipziger Klasse Planungssicherheit für das Gymnasium. "Ich bin gespannt, mit welchem Ergebnis Herr Dornbusch zurückkehren wird", sagte Enke. Dass Gespräch mit dem Leipziger Bürgermeister und Beigeordneten für Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule, Thomas Fabian, soll Ende März stattfinden.

Enke gehe es um die Intensivierung der interkommunalen Zusammenarbeit, die es durchaus schon gebe. Sie müsse aber nicht nur dort stattfinden, wo Leipzig großes Interesse habe, wie etwa beim Nordraumkonzept. Enke nannte als Schlagwort auch den Ausbau der B 181, gegen den sich Leipzig ja stelle.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.03.2015
Roland Heinrich

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