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Schkeuditz will 18 Millionen Euro in Straßen investieren

10-Jahres-Plan Schkeuditz will 18 Millionen Euro in Straßen investieren

Fast 18 Millionen Euro will die Stadt von 2017 bis 2026 in den Aus- beziehungsweise Neubau von Straßen und die Unterhaltung stecken. Etwaige Fördermittel oder sonstige Zuwendungen sind da nicht mit dabei, so dass die tatsächliche Investitionssumme durchaus höher ausfallen kann.

Alle unbefestigten Straßen sollen in Schkeuditz bis 2026 eine Deckschicht erhalten.

Quelle: Roland Heinrich

Schkeuditz. Was im Großen als Entwurf gerade vom Bundesverkehrsministerium auf den Tisch gelegt wurde, kommt im Kleinen nun auf die Schkeuditzer Stadträte zu: Am Montag soll der Technische Ausschuss (TA) das prioritäre Investitionsziel der Stadt beschließen – die Verkehrsinfrastruktur.

Die hat in den letzten Jahren nicht auf der Agenda gestanden, weil seit 2004 Investitionen die Bereiche Schulen, Kindergärten, Horte oder Sporthallen Schwerpunkte waren. Beide Infrastrukturbereiche gleichwertig zu verfolgen war aus finanziellen Gründen nicht möglich. Nun, nachdem die Bildungseinrichtungen weitestgehend auf neuestem Stand sind – für die Dölziger Paul-Wäge-Grundschule gibt es noch Pläne – sollen die Straßen, Rad- und Gehwege sowie die (Park-)Plätze in Angriff genommen werden.

Fast 18 Millionen Euro will die Stadt von 2017 bis 2026 demnach in den Aus- beziehungsweise Neubau von Straßen und die Unterhaltung stecken. Etwaige Fördermittel oder sonstige Zuwendungen sind da nicht mit dabei, so dass die tatsächliche Investitionssumme durchaus höher ausfallen kann. Die 18 Millionen sollen zu 40 Prozent in den drei Jahren von 2017 bis 2019 investiert werden, die restlichen 60 Prozent sollen sich auf die übrigen sechs Jahre verteilen. Das heißt, dass im nächsten Doppelhaushalt für 2017/18 rund 4,8 Millionen Euro für Investitionen in die Verkehrswege von Schkeuditz eingeplant werden sollen.

Doch welche Straßen sollen nun konkret saniert werden? „Das müssen die Ortschafts- und die Stadträte noch entscheiden“, sagte Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler) unlängst. Gemeinsam mit der Stadtverwaltung habe man vor etwa zwei Jahren mit der Erstellung eines sogenannten Verkehrskonzeptes begonnen, das nun fertiggestellt ist und den Stadträten eine Entscheidungshilfe sein soll. Grundlage dieses Konzeptes ist eine Bewertung der städtischen Verkehrsinfrastruktur.

Von 327 sogenannten Straßeneinheiten tauchen nun 96 in einer Liste auf, die in den nächsten zehn Jahren abgearbeitet werden soll. Diese 96 Maßnahmen werden von der Stadt als die mit dem größten Handlungsbedarf angesehen. So tauchen unter anderem die Hasenheide und der Pflaumenweg in Dölzig oder der Ringelblumenweg in Kleinliebenau auf – Straßen, bei den seit Jahren Verbesserung verlangt wird.

Weshalb diese 96 Maßnahmen in die Liste gekommen sind, liegt an einer Bewertung aller Straßeneinheiten nach möglichst objektiven Kriterien. Dabei spielte die Straßenbelegungszahl eine Rolle, also wie viele Lkw und Pkw die Straße am Tag nutzen. Der Zustand der Straßen und die Restnutzungsdauer spielten genauso eine Rolle, wie die Straßenentwässerung oder die Straßenoberfläche. Alle Straßen mit einer ungebundenen Oberfläche nämlich sollen innerhalb des Zehn-Jahres-Programms eine Deckschicht bekommen.

In welcher Reihenfolge nun die Straßen saniert werden, soll eine noch zu beschließende Prioritätenliste aufzeigen. „Die Ortschaftsräte müssen für ihre Orte eine gewünschte Reihenfolge beschließen. Der Stadtrat wird dann unter Beachtung der Ortsteilwünsche von allen Straßen die bevorzugten Maßnahmen auswählen“, erklärte Enke.

Interessant: Ein in der langfristigen Planung des Doppelhaushaltes 2015/16 schon enthaltenes Projekt – der Ausbau der Merseburger Straße – wird in die Maßnahmeliste nicht mit aufgenommen. Eine Bewertung nach den objektiven Kriterien sieht einen Handlungsbedarf erst im Jahr 2032, also nicht innerhalb der nächsten zehn Jahre.

Von Roland Heinrich

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