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Schkeuditz Schkeuditz will Nachbesserungen
Region Schkeuditz Schkeuditz will Nachbesserungen
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16:36 08.10.2015
Schkeuditz

Beim Regionalverband (RV) Leipzig-Westsachsen laufen die Arbeiten, den eigenen Regionalplan an den Landesentwicklungsplan (LEP), der 2013 neu in Kraft getreten ist, anzupassen. Vier Jahre haben die einzelnen Verbände dafür Zeit. Zu einem ersten Rohentwurf des Planes vom RV Leipzig-Westsachsen äußerte sich Schkeuditz jetzt – einen Tag vor Ablauf der Frist – mit einer durch den Stadtrat beschlossenen Stellungnahme.

Demnach bestehen zum vorgelegten Rohentwurf keine Einwände, dennoch gibt die Stadt Hinweise und Anregungen. So fehle im Kapitel „Förderung von Innovation und Wachstum“ aus Sicht der Stadt die „Entwicklung und Vernetzung der Bergbaufolgelandschaften zur Ausprägung neuer kulturlandschaftlicher Identitäten“. Dieser Punkt sei ein neues Potenzial für die Entwicklung der Region. Das sieht wohl auch der RV Leipzig-Westsachsen so. Im Rohentwurf nämlich bittet er um Hinweise und Anregungen, die in genau diese Richtung gehen.

Ein weiterer Hinweis der Stadt ist da gravierender: „Derzeit laufen noch länderübergreifende Abstimmungen über die Verfahrensweise zur Festlegung von Siedlungsbeschränkungen im Umfeld des Flughafens“, informierte Gabriele Oertel aus dem städtischen Planungsamt. Jener Bereich, in dem nicht gebaut werden soll, werde wegen geänderter Vorgaben im LEP, wegen geänderter Maßgaben im Planfeststellungsbeschluss und in den Planergänzungen und aufgrund veränderter Flugbewegungszahlen und Flugrouten neu berechnet.

Wie sich die Neuberechnung auf die Größe des Siedlungsbeschränkungsbereiches auswirkt, könne Schkeuditz nicht einschätzen. Deshalb meint die Stadt, dass es weiterhin Ausnahmeregelungen geben muss. Zum einen müsse die Eigenentwicklung der betroffenen Ortsteile Glesien, Freiroda, Radefeld, Hayna, Wolteritz und Gerbisdorf sowie auch einiger Gebiete in der Stadt Schkeuditz weiterhin möglich sein. Zum anderen muss es für die Entwicklung am Schladitzer See Ausnahmeregelungen geben, fordert die Stadt. Konkret betrifft das das Haynaer Biedermeierstrandprojekt.

Wie berichtet, plant der Haynaer Strandverein, dem das Areal „Biedermeierstrand“ gehört, ein Vereinshaus zu bauen, das mehretagig auch Möglichkeiten zum Übernachten bieten soll. Die Stadt will, dass ein Weg gefunden wird, für Bebauung vorgesehene Flächen auch für Erholung und Tourismus – einschließlich Hotel, Pension oder Zeltplatz – auszuweisen. „Momentan ist das nicht möglich“, antwortete Oertel und bezog sich dabei auf erwähnte Siedlungsbeschränkung.

Weitere zwei Hinweise beziehen sich auf Kartenmaterial, dass zum Rohentwurf gehört. Hier weist Schkeuditz darauf hin, dass die Stadt als touristisches und Naherholungsziel auszuweisen ist. Nach Abwägung und Auswertung der Hinweise wird der vollständige Planentwurf dann erneut in Schkeuditz behandelt.

Von Roland Heinrich

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