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Schkeuditz Schkeuditz will Regenwasser zügeln
Region Schkeuditz Schkeuditz will Regenwasser zügeln
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08:00 09.12.2009
Schkeuditz

Dazu wollen die Kommunalen Wasserwerke Leipzig (KWL) mit Mitteln aus dem Investitionsplan 2011 und 2012 bauen. „Seit zehn Jahren ist man hier bei diesem Thema im Gespräch“, sagt gestern Frank Wenzel vom Amt für Stadtentwicklung und Wirtschaft. Die in der Planungsphase befindliche dauerhafte Oberflächenentwässerung des östlich der Autobahn 9 und südlich des Flughafen Leipzig/Halle gelegenen Gebietes im Westen Schkeuditz’ kann nun in Angriff genommen werden. Denn die Stadt hat hier ein Grundstück erworben. Für 2011 ist der Baustart derzeit geplant. „Wir werden uns aber bemühen, dass schon Ende 2010 mit den Bauarbeiten begonnen werden kann“, verspricht Mathias Wiemann, Prokurist der KWL. Es sei eine ganzheitliche Planung in Zusammenarbeit mit der Stadt. Bei dem Bau, für den bis zur geplanten Fertigstellung 2012 1,2 Millionen Euro ausgegeben werden müssen, würden die Leitungen so dimensioniert, dass auch größere Mengen Regenwasser durch sie geleitet werden können. Auch die Fläche, auf der zunächst ein Regenrückhaltebecken gebaut werde, lässt einen weiteren Ausbau zu. „Hier kommt es auf das entstehende Wasseraufkommen an“, erklärt Bauamtsleiter Wolfgang Walter. Ein Becken fasse zirka 4800 Kubikmeter Oberflächenwasser, erklärt er. „Potentiellen Interessenten an den betreffenden Gewerbeflächen ist es nicht zuzumuten, auf den eigenen Flächen für die Entwässerung zu sorgen“, sagt Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler) und meint dabei vornehmlich das Gewerbegebiet um das Mitteldeutsche Modecenter und das Globana Trade Center. Konkrete Anfragen von Interessenten gebe es zwar nicht, das Gebiet wird aber wesentlich interessanter. „Damit sind die Gewerbeflächen regenwasserseitig erschlossen“, ergänzt Wenzel. Das Gelände südlich des Airports fällt stadteinwärts bis zur Elster hin ab. In den Vorjahren kam es immer wieder zu Überflutungen. So etwa 2005 am Bahnhof oder am Kreisverkehr des Theodor-Heuss-Platzes. Das gesamte Wasser eines Starkregens, der im Gesetz der Folge auch wieder kommen werde, könne das neue Rückhaltebecken zwar auch nicht fassen, es sorge aber für Entspannung, sagt Walter. Gebaut werde es zwischen der Straße Am Roßberg und der Merseburger Straße entlang der Kleiststraße. Die jetzige Variante, die in der Verlängerung der Puschkinstraße an der Weißen Elster als Flaschenhals bezeichnet wird, ist für das zu entwässernde Gebiet zu klein, erklärt der Bauamtsleiter. Für Bauarbeiten dieser Art würden Ausgleichsleistungen anfallen, erwähnt Enke. „Hierfür kommt mir sofort das Gelände der ehemaligen Malzfabrik in den Sinn“, verweist er auf die Stadtterrassen. Konkrete Pläne gebe es aber noch nicht.

Roland Heinrich

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