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Schkeuditz Schkeuditz will Schwerlastverkehr aus der Innenstadt verbannen
Region Schkeuditz Schkeuditz will Schwerlastverkehr aus der Innenstadt verbannen
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10:36 26.06.2017
An der Kreuzung Mühlstraße/Hallesche Straße gleich neben dem Markt mitten in der Stadt geht es sehr eng zu, besonders Lkw haben Mühe, hier um die Kurve zu kommen. Quelle: Olaf Barth
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Schkeuditz

Die Stadt Schkeuditz startet jetzt eine Unterschriftenaktion für eine Petition, mit deren Hilfe künftig ein Innenstadt-Verbot für Kraftfahrzeuge mit einer zulässigem Gesamtmasse von über zwölf Tonnen erreicht werden soll. Gespräche mit Bundestagsabgeordneten aus dem Wahlkreis hätten ergeben, dass aufgrund der aktuellen Gesetzeslage derzeit ein solches Verbot nicht machbar sei.

„Wir haben dann in der Runde der Fraktionsvorsitzenden den Entwurf einer Petition vorgestellt. Und im nichtöffentlichen Teil einer Stadtratssitzung ist dieser Entwurf in der vorbereitenden Phase einstimmig beschlossen worden. Mit diesem klaren Votum wird über die Petition nun in der nächsten Stadtratssitzung öffentlich abgestimmt“, erklärte diese Woche Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler). Die Unterschriftenaktion für diese Petition starte aber sofort.

Genau genommen sind es zwei wortgleiche Petitionen. Die eine geht an den Bundestag, die andere an den Sächsischen Landtag. Unterstützer der Petition müssen demnach zweimal unterschreiben, wobei auf den Listen deutlich gekennzeichnet ist, welche für den Bundestag und welche für den Landtag ist. „Falls es zwischen Bund oder Land unterschiedliche oder ungeklärte Zuständigkeiten gibt, sind damit gleich beide Parlamente informiert und können auf Grundlage dieser Petitionen agieren“, erklärte Enke.

Ganz konkret geht es um die Forderung des Oberbürgermeisters, des Stadtrates sowie der Bürger der Stadt Schkeuditz für ein Verbot des Schwerlastverkehrs in der Mühlstraße (B 186), Leipziger Straße (S 8), Alte Straße (S 8), Theodor-Heuss-Straße (S 8) sowie Bahnhofstraße. Die Initiatoren und Unterzeichner bitten die gesetzgebenden Gremien darum, die Straßenverkehrsordnung so zu ändern, dass die Verkehrsbehörde der Stadt ein Verbot für Lkw mit über zwölf Tonnen zulässiger Gesamtmasse in den genannten Straßen anordnen kann. Die Forderung wird mit Immissionsschutz gegen Lärm, Staub und Abgasen, mit der Vermeidung von Gebäudeschäden durch Erschütterungen sowie mit der Erhöhung der Verkehrssicherheit begründet. „Die Bürger haben Angst um ihre Gesundheit und um die ihrer Kinder“, heißt es in der Petition abschließend.

Der Lkw-Verkehr soll die neu gebaute B 6 sowie die Autobahnen 9 und 14 nutzen, über die der Quell- und Zielverkehr die angrenzenden Gewerbestandorte wie Güterverkehrszentrum, Güterbahnhof Wahren, Flughafen Leipzig/Halle, DHL und Porsche erreichen kann. Wer zwischen Schkeuditz und Dölzig respektive der B 181 durch die Innenstadt abkürzen will, erreiche zeitlich keinerlei Vorteile gegenüber der Verbindung über die A 9, heißt es in der Petition. „Wir sind verkehrstechnisch so super erschlossen, da muss man nicht mit dem Lkw den Weg über den Markt oder durch den Auenwald nehmen“, sagte Enke. Er sei sicher, dass der Umgang mit dieser Petition von vielen anderen Kommunen mit ähnlichen Problemen aufmerksam verfolgt werden wird. Die Listen könnten im Rathaus beim Sekretariat des Oberbürgermeisters sowie im Bürgeramt abgeholt werden.

Von Olaf Barth

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