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Schkeuditz Schkeuditz will eigenes Factory-Outlet-Center „Schkeuditzer Kreuz“
Region Schkeuditz Schkeuditz will eigenes Factory-Outlet-Center „Schkeuditzer Kreuz“
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05:00 03.06.2010
Derzeit wird vom Schkeuditzer Amt für Stadtentwicklung der Bebauungsplan für das Gewerbegebiet Watzschkenbreite (vorn links) – ehemals Möbel Erbe – den aktuellen Anforderungen angepasst. Ein FOC soll hier aber nicht entstehen. Quelle: Michael Strohmeyer
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Schkeuditz

Aber auch Schkeuditz will ein Fabrikverkaufszentrum haben.

Die spanische Immobilien-Firma Neinver plant nach Berichten der „Immobilien Zeitung“, den Prima Einkaufspark (Pep) in Brehna so umzugestalten, dass auf einer Verkaufsfläche von rund 20 000 Quadratmetern Markenkleidung zu Niedrigpreisen angeboten werden kann (LVZ berichtete). Damit würde direkt vor den nordsächsischen Toren ein größeres FOC entstehen, als es in Wiedemar zunächst geplant ist. Ob nun Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler) wie bei der nordsächsischen Gemeinde auch gegen das Brehnaer Vorhaben vorgehen will, konnte er gestern nicht bestätigen. „Zum gegenwärtigen Zeitpunkt möchte ich dazu keine Angaben machen“, sagte Enke auf Anfrage. Da es nach Aussage vom Sprecher des Landkreises Anhalt-Bitterfeld, Udo Pawelczyk, bezüglich der erteilten Brehnaer Baugenehmigung aber einige Ungereimtheiten gebe, ist eine Vorgehensweise wie im Fall Wiedemar womöglich unnötig.

Enke bestätigte allerdings, dass auch Schkeuditz an der Ansiedlung eines FOC interessiert ist und verwies auf bereits von ihm gemachte Äußerungen. Demnach befände sich Schkeuditz in „Erfolg versprechenden Gesprächen“ zur Ansiedlung eines Fabrikverkaufszentrums, das „Schkeuditzer Kreuz“ heißen soll. Der Stadtrat habe sich dazu in einer nichtöffentlichen Sitzung positioniert. Nach dem Landesentwicklungsplan des Freistaates von 2003 sei eine Ansiedlung für Schkeuditz möglich: Denn nur in Mittel- und Oberzentren sei ein FOC zulässig. Wiedemar als Gemeinde ohne zentralörtliche Funktion sei lediglich für die Eigenversorgung zuständig.

Zu einem in Großkugel geplanten Großhandelszentrum äußerte sich Schkeuditz’ Oberbürgermeister unlängst gelassen. Bei einem Großhandelszentrum seien die Endverbraucher keine Zielgruppe, wies Enke hin. Hier betreiben lediglich Händler Geschäfte. „Derzeit laufen die Verhandlungen“, berichtet der Bürgermeister der Einheitsgemeinde Kabelske­tal, Kurt Hambacher (parteilos), zum Vorhaben befragt. „Momentan kann ich aber noch keine Aussagen tätigen“, bittet er um Verständnis.

Auch für das direkt an der A 9 liegende Gewerbegebiet Watzschkenbreite – ehemals Möbel Erbe – gibt es offenbar neue Pläne. Nach Informationen des Landratsamtes (LRA) Nordsachsen wird dafür momentan der Bebauungsplan den aktuellen Anforderungen angeglichen. Handlungsbevollmächtigte für das Gewerbegebiet ist Hedwig Krause von der dänischen Firma „Ejendomsanpartsselskabet“. Sie wollte zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch keine konkreten Aussagen zu Investor und Vorhaben machen. Nur so viel: „Nein, ein FOC entsteht hier nicht.“

„Für die Planungsverfahren ist Schkeuditz zuständig“, informiert Arndt Bödemann vom Amt für Wirtschaftsförderung des LRA. Wie die LVZ erfuhr, sieht der Bebauungsplan eine weitere Zufahrt vor. Danach würde die momentan dreiarmige Kreuzung B 6/A 9 Anschlussstelle Großkugel eine weitere Straße direkt zum Gewerbegebiet erhalten.

Roland Heinrich

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