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Schkeuditz Schkeuditz will sein Polizeirevier zurück
Region Schkeuditz Schkeuditz will sein Polizeirevier zurück
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14:01 16.04.2018
Das einstige vollwertige Polizeirevier am Schkeuditzer Markt fungiert nur noch als „Polizei-Standort“. Der Stadtrat fordert nun erneut das Revier zurück. Quelle: Foto: Olaf Barth
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Schkeuditz

In der Schkeuditzer Stadtratssitzung am Donnerstagabend wurde die Schließung des Polizeireviers in Schkeuditz als ein „schwerer Fehler der Landesregierung“ bezeichnet. So steht es in einem einstimmig beschlossenen fraktionsübergreifenden Antrag „zur Verbesserung der polizeilichen Präsenz in der Stadt Schkeuditz“. Als Konsequenz heißt es dort weiter: „Das demokratisch gewählte Parlament der Großen Kreisstadt Schkeuditz fordert die Wiederbesetzung des Polizeirevieres in unserer Stadt!“

Verkehrsadern und Asylbewerber

Vorgetragen wurden der Antrag von der SPD-Abgeordneten Yvonne Hoppe. Als Begründung führte sie unter anderem aus, dass sich mit dem Flughafen Leipzig/Halle in der Gemarkung Schkeuditz ein Schwerpunkt polizeilicher Arbeit befinde. Zudem verfüge die Stadt über eine Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber mit 700 Plätzen sowie eine Einrichtung für anerkannte Asylbewerber mit 100 Plätzen. Daraus leite sich ebenfalls eine erforderliche Polizeipräsenz ab.

Weiterhin wird in dem Antrag auf die Lage der Stadt im Schnittpunkt zweier Autobahnen mit entsprechender Unfallhäufung und Kriminalität wie das Aufschlitzen von Planen hingewiesen. Mit einer höheren Präsenz der Polizei in Schkeuditz hoffen die Abgeordneten außerdem, dass der Vandalismus zurückgedrängt werden kann, durch den jährlich Schäden „in beträchtlicher Höhe“ entstehen. Schließlich benötige das personell verstärkte Ordnungsamt zur Durchsetzung von Recht und Gesetz personelle Unterstützung.

Antrag einstimmig beschlossen

Der Antrag wurde einstimmig beschlossen. Oberbürgermeister Rayk Bergner (CDU) will ihn nun mit einem entsprechenden Anschreiben an Sachsens Ministerpräsidenten senden. Das kündigte er ebenfalls für einen zweiten fraktionsübergreifenden Antrag an. Auch dieser war einstimmig beschlossen worden. In dem wird sich klar gegen „die deutliche Verschlechterung der medizinischen Versorgung in unserem Stadtgebiet“ ausgesprochen. Anlass ist die von der Kassenärztlichen Vereinigung beabsichtigte Neugestaltung des Bereitschaftsdienstes.

Von Olaf Barth

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