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Schkeuditz Schkeuditzer Art Kapella zeigt Werke von Wolfram Knöfler
Region Schkeuditz Schkeuditzer Art Kapella zeigt Werke von Wolfram Knöfler
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16:20 19.05.2015
Auch dieses Werk ist nun in der Schkeuditzer Art Kapella zu sehen: Knöflers malerische Umsetzung einer Schlüsselszene aus Bulgakows Roman Der Meister und Margarita. Wer genau hinschaut, entdeckt Personen der Zeitgeschichte darin. Fotos: Armin Kühne Quelle: Armin Kühne

Sie bestechen teils durch Farbenpracht, teils durch Detailfülle, vor allem aber auch mit zahlreich eingearbeiteten Anspielungen und Andeutungen, die den Betrachter zum Nachdenken anregen. Nicht von ungefähr ist die 25. Kollektion des Leipziger Kurators Gerd W. Fiedler mit "Denkwürdigkeiten" überschrieben.

So hat der 62-jährige Knöfler, der von Haus aus ein Kieferchirurg ist, sich aber seit 1971 auch künstlerisch betätigt, zum Beispiel dem Schkeuditzer Rathaus ein Tafelbild gewidmet. Das Gebäude steht seit 100 Jahren in der Elsterstadt. Auf Knöflers Werk befindet sich vor dem Verwaltungssitz ein erfundener Brunnen, aus dem drei Narren schauen. Hier ist die Interpretation des Betrachters gefragt. Das Material, aus dem der Brunnen gebaut scheint, windet sich schlangenförmig aus dem Rathaus heraus und erinnert an die dort reichlich vorhandenen grünen Wandkacheln. Fiedlers Werkdeutung in seiner Laudatio: Das Tafelbild setzt zwei in Sachsen vergessenen Meistern ein Denkmal: Dem Rathaus-Architekten Camillo Günther (1881-1958) und dem einfallsreichen Baukeramiker Richard Kuöhl (1880-1961). Wer genau hinschaut, entdeckt am Rand die Flaggen der seit Baubeginn herrschenden Staatssysteme. Lobend erwähnt Fiedler zudem, dass der Künstler das an diesem historischen Gebäude wie ein Fremdkörper wirkende Werbeschild des im Keller befindlichen asiatischen Restaurants einfach weggelassen hat. So wie es allein auf diesem Bild noch viel mehr zu entdecken gibt, so laden auch die meisten anderen zu längerem Hinschauen ein. Möglich ist dies bis zum 11. August, dann findet die Finissage statt. Zuvor trifft sich am 6. August der Kunstkreis, um über diese Werke eine spannende Diskussion zu führen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.07.2013

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