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Schkeuditz Schkeuditzer Arzt Joachim Gauer geht in den Ruhestand
Region Schkeuditz Schkeuditzer Arzt Joachim Gauer geht in den Ruhestand
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11:10 09.08.2017
Mit 75 Jahren geht der Schkeuditzer Arzt Joachim Gauer jetzt in den Ruhestand und nimmt seine bis zum Schluss genutzte DDR-Schreibmaschine mit. Quelle: Michael Strohmeyer
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Schkeuditz

Nach fast 50 Jahren verabschiedete sich unlängst der bekannte Schkeuditzer Doktor Joachim Gauer von seinen Patienten und Mitarbeitern. Der aus Leipzig kommende Arzt für Innere Medizin, Endokrinologie, Magen-, Darm-, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten war bei den Schkeuditzern sehr beliebt. Der mittlerweile 75-Jährige hatte immer ein offenes Ohr, wenn es um die kleinen oder großen Zipperlein ging oder eine fachliche Beratung gefragt war, wie man die tägliche Ernährung an die körperlichen Gegebenheiten anpasst.

Mit 75 Jahren geht der Schkeuditzer Arzt Joachim Gauer jetzt in den Ruhestand und nimmt seine bis zum Schluss genutzte DDR-Schreibmaschine mit. Quelle: Michael Strohmeyer

„Schon als Kind wusste ich, dass ich Medizin studieren will. Ich habe hart dafür gearbeitet, dass dieser Berufswunsch in Erfüllung gehen kann“, sagte der frisch gebackene Ruheständler. Mit Nachhilfeunterricht für Schüler habe er sein erstes Geld verdient und dieses für eine DDR-Schreibmaschine vom Typ Kolibri-Luxus ausgegeben. „Die hatte rund 130 Ostmark gekostet. Genutzt habe ich das gute Stück im Namen der Gesundheit bis zum letzten Tag“, sagte der Arzt lachend. Im ehemaligen Schkeuditzer Krankenhaus „Bergmannswohl“ an der Berliner Straße habe er als Oberarzt bis 1993 gearbeitet. Dann machte er sich selbstständig und eröffnete eine eigene Praxis. Die damals 20-jährige Krankenschwester Katrin Kühne wechselte mit in die neue Praxis in die Robert Koch Straße. Bis zum Schluss unterstütztes die Schkeuditzerin 25 Jahre lang Gauer mit Rat und Tat.

Joachim Gauer dankte seinen Mitarbeiterinnen: „Ohne sie wäre alles nur halb so schön in meinem Berufsleben gewesen.“ Die fünf Frauen betonen allesamt, dass sie ihren Doktor lieben und schätzen gelernt haben. Zum Abschied schenkten sie ihm einen Schaukelstuhl und ein Kissen für den Ruhestand. Manch Abschiedsgast beglückwünschte Gauer dazu, dass er nun etwas kürzer treten können. Schwester Katrin hat da ihre Zweifel: „Der Doktor will er jetzt mit seiner Frau Karin viele Reisen unternehmen und sich die weite Welt ansehen“. sagte sie schmunzelnd. Wie ihre Kolleginnen ist sie froh, dass es trotz Gauers Abschied in einer Gemeinschaftspraxis mit dem Arzt Nils Teich (45) weitergeht.

Der Penionär aber gab sich gleich eine neue Aufgabe: „Meine Ahnen kommen aus Galizien, bis in den 30-jährigen Krieg konnte ich alles zurück verfolgen. Aber dort ist noch eine Lücke, und die will ich jetzt auch für meine Kinder und Enkelkinder schließen.“ Viele Blumen und kleine Geschenke erhielt Joachim Gauer auch von ehemaligen Patienten.

Von Michael Strohmeyer

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