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Schkeuditz Schkeuditzer Bürgerpolizisten stellen sich im Stadtrat vor
Region Schkeuditz Schkeuditzer Bürgerpolizisten stellen sich im Stadtrat vor
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14:52 19.05.2015
Die amtierende Leiterin des Polizeireviers Leipzig Nord, Polizeirätin Sandra Kiebler, besuchte am Donnerstagabend mit den Schkeuditzer Bürgerpolizisten Polizeioberkommissar Axel Kilian, Polizeihauptmeister Frank Haschke und Polizeihauptkommissar Uwe Westphal (von rechts) die Stadtratssitzung. Fotos: Olaf Barth Quelle: Olaf Barth

Dabei ging es vor allem um die Arbeit der Bürgerpolizisten.

In den vergangenen Wochen und Monaten hatten sich in den Sitzungen der Ortschaftsräte in Dölzig, Radefeld und Glesien die jeweils für diese Dörfer zuständigen Bürgerpolizisten bereits vorgestellt. Nun sollte der Stadtrat einmal das komplette Bürgerpolizisten-Team kennenlernen, was auch fast klappte. Lediglich Polizeihauptmeister Matthias Kittlaus fehlte wegen Krankheit. Der 51-Jährige dürfte den Glesienern gut bekannt sein, weil er dort jeden Donnerstag in Zusammenarbeit mit dem Schkeuditzer Ordnungsamt vor Ort ist. Sein Kollege Frank Haschke (54) übernimmt eine solche Streifentätigkeit dienstags in Radefeld und Axel Kilian (54) ist mittwochs in Dölzig unterwegs. Komplettiert wird das Team von Uwe Westphal. Der 49-Jährige kümmert sich um Kursdorf und betreut gemeinsam mit der Bundespolizei den Flughafen Leipzig/Halle. Ansonsten sind die Bürgerpolizisten im gesamten Schkeuditzer Raum und bei Bedarf auch außerhalb der genannten Zeiten in den Ortsteilen unterwegs.

Was sie zu leisten haben, erläuterte Polizeirätin Sandra Kiebler. Die 37-Jährige ist die amtierende Leiterin des Polizeirevieres Leipzig Nord, dessen Zuständigkeitsbereich Leipzigs gesamten Norden inklusive der drei Polizeistandorte Schkeuditz, Flughafen und Taucha abdeckt. Während die Bürgerpolizisten zu Fuß oder im Auto auf Streife sind, sollen sie für Polizei-Präsenz sorgen und die Kontakte zu Bürgern und Vereinen pflegen. Auch das Weiterleiten von Informationen, die Unterstützung anderer Polizeieinheiten, Präventionsarbeit, die Bearbeitung von Ermittlungsersuchen, die Aufnahme von Straftaten und Anzeigen sowie die Aufnahme und Bearbeitung von Verkehrsunfällen gehören zu den Aufgaben, zählte Kiebler auf. In ihrem Rückblick auf das Jahr 2013 nannte sie zudem zahlreiche terminlich bestimmte Einsätze der Bürgerpolizisten. Etwa bei der Aktion sicherer Schulweg, beim Florianstag und Stadtfest, beim Holidayfest auf dem Flughafen und bei der Absicherung der Martinsumzüge. Im Juli sei zum Beispiel wegen eines nicht genehmigten Feuerwerks in Dölzig ermittelt worden.

"Das hört sich alles sehr schön an, aber bei den Einsparungen bei der Polizei, dem riesigen Gebiet, für das sie zuständig sind - haben Sie da keine Probleme, kommen sie da nicht an den Rand Ihrer Leistungsfähigkeit?", fragte unter anderem ein skeptischer Jens Kabisch (SPD). "Es wird immer Polizei kommen, manchmal schneller, manchmal dauert es länger, da setzen wir auch Prioritäten. Mit der jetzigen Situation und Personalstärke kann ich persönlich nicht unzufrieden sein", sagte Kiebler. Fünf bis sieben Streifenwagen seien ständig im Norden unterwegs, rund um die Uhr. Im Bedarfsfall seien aus dem großen Bereich der PD Leipzig schnell auch Verstärkungen vor Ort. Ja, die Schkeuditzer Bürgerpolizisten würden gelegentlich auch in Leipzig eingesetzt, etwa bei Messen oder auf dem Weihnachtsmarkt, bestätigte Kiebler eine Feststellung von Stadträtin Bärbel Kinski (Freie Wähler).

Eine detaillierte Kriminalitätsstatistik für 2013 hatte die Polizeirätin nicht im Gepäck. Pauschal sagte sie, dass Schkeuditz kein Kriminalitätsschwerpunkt und die Zahl der Straftaten rückläufig ist. Die recht hohe Zahl an Pkw-Diebstählen bis Herbst 2013 im Umfeld des Flughafens sei nicht mehr festzustellen: "Es laufen auch Gegenmaßnahmen." Die aktuellen Audi-Diebstähle in Taucha, Leipzig und Umgebung seien ein anderes Thema, da ermittle bereits eine Sonderkommission des Landeskriminalamtes.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.01.2014
Olaf Barth

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