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Schkeuditzer Fechter werben für Stadt und guten Zweck

Schkeuditzer Fechter werben für Stadt und guten Zweck

Stadtplan, Gastgeberverzeichnis, Wirtschaftsbroschüre, Süßigkeiten, Aufkleber und Schlüsselanhänger - das alles finden fast 200 Sportler zur Begrüßung in Schkeuditz-Taschen.

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Mitglieder des Schkeuditzer Fechtclubs packen fast 200 Begrüßungsbeutel für Gäste aus ganz Deutschland.

Quelle: Olaf Barth

Schkeuditz. Aus ganz Deutschland reisen ab heute die Teilnehmer zum Finale des Deutschlandpokal-Fechtturniers an. Für die Gastgeber des Fechtclubs Schkeuditz (FCS) ist dies eine organisatorische und sportliche Herausforderung, für die Stadt eine Chance für Imagepflege und Marketing in eigener Sache. Untergebracht werden die Gäste im FCS-Partnerhotel Globana und Pensionen.

"Wir hatten uns vor zwölf Monaten beim vorjährigen Finale in Friesenheim zum ersten Mal um die Ausrichtung beworben und den Zuschlag erhalten", erzählt Turnier-Organisator Torsten Kolbe. Die Schkeuditzer hätten bei großen Turnieren schon bewiesen, dass sie es können. Und sie haben sich durch ihre gute Nachwuchsarbeit beim Deutschen Fechterbund (DFB) einen Namen gemacht, sieht der 42-Jährige die Gründe für den Zuschlag. Immerhin war der FCS 2013 in der Waffenart Florett zum Zentrum für Nachwuchsleistungssport des Deutschen Fechterbundes (DFB) ernannt worden. Ein Status, den der Verein sich jedes Jahr aufs Neue verdienen muss.

Bei der größten Fechtsportveranstaltung Deutschlands werden die besten jeweils acht Frauen- und Männermannschaften in den Disziplinen Säbel, Degen und Florett ermittelt. Aus über 500 Mannschaften und zirka 1600 Sportlern haben sich im K.-o.-System die Starter für Schkeuditz qualifiziert. Das sind 48 Mannschaften mit je vier Kämpfern. Für die morgigen Pokalfinals bereiten die Schkeuditzer Veranstalter nicht nur die kleinen Gastgeschenke vor. Wesentlich anspruchsvoller ist ab heute Abend der Aufbau der Wettkampfanlagen in der neuen Dreifeld-Schulsporthalle in der Lessingstraße. Insgesamt 14 Bahnen werden samt der nötigen Verkabelung aufgebaut. Dazu kommen Aufenthalts- und Rückzugsbereiche für Sportler und Wettkampfleitung. "Das besonders ist, dass zwei Bahnen für Fechter im Rollstuhl vorbereitet werden. Denn zwei Vereine reisen mit je einem Rollstuhl-Fechter an. Deren Gegner müssen dann auch im Rollstuhl kämpfen. Eine schwierige Aufgabe, wenn die gewohnte Beinarbeit nicht geleistet werden kann", weiß Kolbe.

Nach der feierlichen Eröffnung und Auslosung ab 9.30 Uhr beginnen 10 Uhr die Wettkämpfe. Ab 13 Uhr werden die Begegnungen um die ersten Plätze ausgetragen. Am Abend folgt eine Abschlussveranstaltung im Kulturhaus Sonne. Da wollen die Schkeuditzer Fechter ein großes Banner vom Finaltag mit allen Unterschriften der Teilnehmer versteigern. Der Erlös soll dann dem Jugendklub Neue Welle zugute kommen.

"Ohne die Unterstützung der Stadt, des Landkreises und unserer Sponsoren wäre so ein Turnier nicht zu stemmen. Es ist schön, wenn man es hat, aber es bedeutet auch finanziellen Aufwand. Als Verein hoffen wir am Ende auf eine schwarze Null", so Kolbe. Landrat Michael Czupalla (CDU) sei Schirmherr des Turniers. Kolbe wünscht sich für morgen "einen reibungslosen Ablauf, keine Verletzungen sowie die Einhaltung des Zeitplans." Und die eine oder andere Medaille sollte auch in Schkeuditz bleiben, hofft der Organisator. Denn Schkeuditz schaffte, was vorher noch keinem Verein gelang: Der FCS ist als Gastgeber selbst mit drei Teams dabei.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.06.2015
Olaf Barth

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