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Schkeuditzer Gastwirte bedauern Metro-Schließung

Schkeuditzer Gastwirte bedauern Metro-Schließung

Schkeuditz/Peißen. Ende Oktober wird die Metro-Filiale in Halle-Peißen geschlossen werden. 141 Mitarbeiter sind davon betroffen, hieß es in einer Presse-Mitteilung des größten deutschen Handelskonzerns.

Antwort auf Anfragen der LVZ konnte die Pressestelle in Düsseldorf nur versprechen, aber nicht geben. Drei Standorte in Berlin-Marzahn, Berlin-Pankow und eben Halle sollen geschlossen sowie der Großmarkt in Rostock verkauft werden. Betroffen sind insgesamt 900 Stellen.

Nach Informationen der LVZ werden die Mitarbeiter der Peißener Filiale darüber völlig im Dunkeln gelassen, was mit ihnen passiert. „Es liegt noch kein einziges Kündigungsschreiben vor“, berichten Insider. Eine Antwort auf die Frage, ob es Kündigungen geben wird oder ob Mitarbeiter an anderer Stelle eingesetzt werden, konnte die Pressestelle nicht geben. Sowohl der Geschäftsleiter der Metro Peißen, Carsten Geiter, als auch der der Metro Leipzig, Günther Zachow, verwiesen für sämtliche Fragen auf die Düsseldorfer Zentrale.

Das Bedauern über die Schließung liegt nicht allein bei den Hallensern. Auch Schkeuditzer Gewerbetreibende waren in der Filiale regelmäßig einkaufen. „Die schließen wohl wirklich“, fragt Gemeindepädagoge Paul Krause ungläubig. Regelmäßig erledigt der Glesiener vor allem vor Gemeindefesten Einkäufe in dem Großmarkt. Eine Fahrt in die Leipziger Metro in die Geithainer Straße ist für Krause „viel zu umständlich“. Schon an den Kennzeichen der Autos, die auf dem Parkplatz vor der Metro in Peißen parken, ist erkennbar, wie groß das Einzugsgebiet ist. Aus Dessau, Köthen, Quedlinburg, Mansfeld-Südharz, aus dem Saalekreis und natürlich aus Nordsachsen kommen die Kunden.

In gewohnter Freundlichkeit erledigen die Metro-Mitarbeiter ihren Dienst. Von Verdruss ist ihnen äußerlich nichts anzumerken. Neue Konzepte, Stellenabbau und Umbau der verbleibenden Großmärkte werden als Grund für die Schließung angegeben. Diese bedeute nicht, dass die Filialen rote Zahlen geschrieben hätten, heißt es unter der Hand.

Weniger berührt von der Schließung ist man in der Dölziger Domholzschänke. „Mios ist gleich um die Ecke. Ansonsten werden wir beliefert“, heißt es da kurz und bündig. Auch Manfred Flamme, der Inhaber des Stadtgarten Schkeuditz, fährt eher nach Leipzig. „Die Betreuer von dort waren als erste hier. In Peißen waren wir vielleicht zwei, drei Mal“, sagt Flamme. „Natürlich ist es ärgerlich für die Hallenser“, sagt Claudia Drahokoupil von den Schillerstuben. Gelegentlich würde sie in Peißen einkaufen. „Das Fischangebot war hier immer sehr gut“, weiß sie.

„Wenn das stimmt, dass die Mitarbeiter noch nicht Bescheid wissen, dann ist das ein Skandal und der Konzern sollte sich schämen, so mit seinen Angestellten umzugehen“, ist Sven Hösel erbost. Bis zu zwei Mal in der Woche fährt der Betreiber des Ennewitzer Gasthofes in Glesien seit Jahren nach Peißen. „Leipzig kommt für mich nicht in Frage“, sagt er und weist, wie viele seiner Kollegen, auf die ungünstige Ortslage hin.

Roland Heinrich

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